Aufholjagd: Meregalli (Yamaha) bestätigt weitere Tests in Misano und Jerez
Die Yamaha-Werksfahrer haben auf Grund des engen Terminplans ab Ende April kaum Zeit für zusätzliche private Testfahrten. MotoGP-Veteran Andrea Dovizioso bleibt in die Test-Arbeit weiter eingebunden.
Die MotoGP-WM pausiert aktuell wegen der Verschiebung des Wüsten-GP von Doha noch bis zum 24. April – dann geht im spanischen Jerez de la Frontera der Europa-Auftakt über die Bühne. Bei Yamaha, wo man 2027 dringend zur Aufholjagd ansetzen muss, bringen die Verschiebungen im Moment auch keine Vorteile, da das offene Zeitfenster nicht groß genug für entscheidende Entwicklungsschritte ist.
«Der Kalender ist aktuell derart eng gestaltet – es ist nahezu unmöglich, mit den Werkspiloten zusätzlich zu testen. Wir werden hauptsächlich mit unserem Testteam arbeiten», bestätigt Yamaha-Teammanager Massimo Meregalli gegenüber Speedweek.com. Die offiziellen MotoGP-Tests sind bereits fix geplant. Erster offizieller nächster MotoGP-Testtag ist der 27. April – direkt nach dem Jerez-Grand-Prix.
Weiters ist durchgedrungen: Die Japaner werden dort mit deutlich mehr Gepäck anreisen und mit Augusto Fernandez (28) sowie Joker und Testroutinier Andrea Dovizioso in der selben Woche noch zusätzlich zwei weitere Tage in Andalusien fahren – nämlich am 29. und 30. April. Weitere Erprobungen wird die für beide Yamaha-Teams gleichermaßen arbeitende Teststruktur dann auch in Misano fahren. Die Piste an der Adria ist 2026 nicht mehr Teil des offiziellen Testkalender. «Das Testteam wird hier zumindest einen weiteren privaten Test pro Monat absolvieren», kündigte Massimo Meregalli an.
Am 18. Mai folgt dann nach dem Barcelona-Rennwochenende ein weiterer offizieller IRTA-Testtag auf dem Circuit de Catalunya in Montmelo, plus ein Pirelli-Test am Montag nach dem Brünn-Grand-Prix. Hier wird bei Yamaha ebenfalls das Testteam mit dem neuen 850er-Bike ausrücken, so der aktuelle Stand. Nicht zu vergessen: Auch am Tag mach dem Österreich-GP testet die MotoGP auf dem Red Bull Ring (21. September).
Auch strategische Überlegungen spielen bei der Aufholjagd eine Rolle. Wechselt Ex-Weltmeister Fabio Quartararo zu Honda, macht es kaum Sinn, den Franzosen die neue 850er-M1 mit dem adaptierten Motorkonzept weiter auf die Probe zu stellen. Von aktuellen Yamaha-Quartett in der Königsklasse ist bei Yamaha lediglich Hoffnungsträger Toprak Razgatlioglu für die 850er-Ära gesetzt.
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