Australien-GP 2027: Moto2-Asse Alonso und Agius besuchten Adelaide
David Alonso und Senna Agius reisten nach dem MotoGP-Wochenende auf Phillip Island nach Adelaide, um den neuen Austragungsort ab 2027 zu besichtigen. Das Projekt erreichte einen wichtigen Meilenstein.
Direkt nach dem Rennwochenende auf Phillip Island reiste eine kleine MotoGP-Delegation nach Adelaide, um sich dort über den aktuellen Stand zu informieren. Zur Erinnerung: In Adelaide wird ab 2027 der Große Preis von Australien ausgetragen – die Premiere steigt nächstes Jahr vom 12. bis 14. November. Mit dabei beim Besuch waren der stellvertretende CEO der MotoGP, Carlos Ezpeleta, sowie die Moto2-Piloten David Alonso und Senna Agius. Die beiden werden nächstes Jahr in die MotoGP aufsteigen, sie konnten sich somit jetzt schon ein Bild von dem neuen Austragungsort machen. Intact-Pilot Agius wird 2027 beim Australien-GP als einziger Lokalmatador in der Königsklasse antreten.
Auf dem Programm stand unter anderem ein Treffen mit Vertretern des australischen Bundesstaates South Australia, um gemeinsam das Streckenlayout zu besichtigen – und natürlich die Werbetrommel für den nächstjährigen Grand Prix zu rühren.
Umweltgenehmigung wurde erteilt
Der Besuch traf mit einem wichtigen Meilenstein zusammen: Das Projekt erhielt die Umweltgenehmigung der Bundesregierung zur Fortsetzung der Arbeiten. Zudem wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung veröffentlicht, um die nächste Planungsphase zu gestalten. Die Entscheidung der Bundesbehörden ebnet den Weg für die Fortsetzung des Projekts unter der Voraussetzung, dass bestimmte Umweltschutzmaßnahmen eingehalten werden, die bereits festgelegt und vom Projektteam zugesagt wurden.
Gleichzeitig hat die Landesregierung ihren Bericht veröffentlicht, in dem die während der Bürgerbefragung eingegangenen Rückmeldungen dargelegt werden und wie diese in die nächste Phase der Detailplanung einfließen werden. Mehr als 6.000 Umfrageantworten und 1.000 schriftliche Stellungnahmen gingen während des dreiwöchigen Konsultationszeitraums vom 31. August bis zum 20. September ein.
Einzelpersonen, Bürgergruppen und Organisationen wurden eingeladen, Feedback zur Gestaltung der Strecke, zu den vorgeschlagenen Verbesserungen der Gemeinschaftsbereiche sowie zu den Schwerpunktbereichen für die Anpflanzung von Bäumen und Vegetation innerhalb der «Adelaide Park Lands» zu geben.
Das Feedback der Bevölkerung zur Streckengestaltung konzentrierte sich darauf, Auswirkungen auf die Umwelt und die Park Lands so weit wie möglich zu vermeiden, insbesondere in Bezug auf alte Bäume. Dies war ein Ziel, das vom Projektteam geteilt wurde und sich in dem durchgeführten Planungsprozess widerspiegelte, wobei der daraus resultierende Entwurf erhebliche Auswirkungen auf den Baumbestand so weit wie möglich minimiert und gleichzeitig die notwendigen technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt. Daher bleibt die Streckengestaltung wie zuvor veröffentlicht. Derzeit befinden sich 8.895 Bäume im Bereich der Rennstrecke, von denen 95 Prozent vom Projekt unberührt bleiben werden.
«Wir freuen uns sehr, wieder in Adelaide zu sein, und sind gespannt darauf, wie sich die Dynamik im Vorfeld des Jahres 2027 weiter steigert. Die Genehmigung durch die EPBC (Environment Protection and Biodiversity Conservation ist ein bedeutender Meilenstein für das Rennstrecken-Entwicklungsprojekt und stärkt das Vertrauen, während die Vorbereitungen für den künftigen Austragungsort des MotoGP Red Bull Grand Prix von Australien weitergehen», betonte Carlos Ezpeleta. «Die Zukunft der MotoGP besteht darin, den Sport mehr Menschen näherzubringen, und Adelaide bietet uns eine unglaubliche Plattform, genau das zu tun. Eine sichere, spannende Rennstrecke von Weltklasse im Herzen der Stadt schafft eine einzigartige Gelegenheit, unser Publikum zu vergrößern, neue Fans zu gewinnen und eine Veranstaltung zu bieten, die Teil der Identität Adelaides wird. Wir wollen, dass dies mehr ist als nur ein Rennwochenende. Wir wollen, dass es ein großes Fest unseres Sports wird, das eng mit Adelaide und South Australia verbunden ist, bei dem sich die gesamte Gemeinschaft einbezogen und engagiert fühlt und stolz darauf ist, es als Teil ihrer eigenen Identität zu betrachten.»
Auf dem neuen Stadtkurs in Adelaide sollen die MotoGP-Bikes laut einer Simulation Geschwindigkeiten von über 340 km/h erreichen.
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