Bagnaia (7.) rätselte über miesen Start: «Ich verlor 0,4 sec auf Marc!»
Das Übel war schnell gefunden: Ducati-Pilot Pecco Bagnaia verpasste nach schwachem Start die Chance auf ein Top-Resultat. Mehr als Platz 7 war nicht drin. Wie es geht, zeigte Rückkehrer Marc Marquez.
Nach dem Sprint gab es eine Parallele zum Vorjahr: Wie 2025 erreichte Ducati-Pilot Pecco Bagnaia den Zielstrich zwei Positionen hinter seinem Teamkollegen Marc Marquez. Doch statt den Rängen 1 und 3 landete die Lenovo-Paarung nun auf den Rängen 5 und 7. Und: Während der Stallgefährte damals körperlich in sehr guter Verfassung war, reichte es zwölf Monate später nicht, den Kollegen auch mit Hinkefuß und Nervenschmerzen hinter sich zu lassen.
Los ging es bereits beim Start. «MM93» schoss perfekt vom Fleck, Bagnaia nicht. Damit war das Hauptproblem des Italieners beschrieben. «Meine Starts sind in aller Regel sehr gut. Aber das im Sprint, das war für meine Verhältnisse ein ganz schlechter. Es war heftig, wir haben meinen Start mit dem von Marc verglichen und ich habe auf ihn beim Wegfahren 0,4 sec verloren. Das war ein unglaublicher Nachteil, den wir unbedingt ausgleichen müssen.»
Das Resultat: Marc Marquez hatte das Aprilia-Trio kassiert und führte, wenn auch nur kurz, und Bagnaia hatte als Zehnter Kaliber wie Pedro Acosta vor sich. Nach 11 mühseligen Runden wurde es Platz 7. Volle zehn Sekunden hatte die Nummer 63 auf Sieger Raul Fernandez verloren.
Sehr ärgerlich, wie Bagnaia bemerkte, und verwies erneut auf den Fehlstart: «Wir haben eigentlich bislang gute Arbeit geleistet, denn das Renntempo war da, doch ich konnte nach dem schlechten Start keinen guten Rhythmus aufbauen. Auch Startplatz 6 war nicht optimal, mein Fehler, denn auf meiner besten Runde bin ich in Kurve 10 zu weit gegangen.» Ein Malheur, dass Rückkehrer Marc Marquez nicht passierte. Der Weltmeister hatte sich im Q2 als bester Ducati-Pilot auf Platz 4 profiliert.
Das Ziel für den GP-Sonntag formulierte der Doppelweltmeister klar: «Ich will am Sonntag in den ersten Runden in den Top 5 fahren, dann schaut es gut aus. Klappt das nicht, wird es schwierig, dass wir uns verbessern.»
Bagnaia steht in der Heimat unter Dauerstrom. Unvermeidbar, aber aus Athletensicht kein Vorteil, wie der Turiner noch einmal erwähnte: «Mugello ist auch dieses Jahr wieder Stress pur, es geht ohne Pause von einer Aktion zum nächsten Event. Heute kam dabei auch meine Physio zu kurz. Aber natürlich wollen die Fans hier ihre Fahrer, deswegen sind wir hier!»
Die gute Nachricht für Pecco Bagnaia: Im Ziel landete er vor Ai Ogura, der in der WM-Tabelle als vor dem Italiener liegt. Dazwischen rangiert noch Alex Marquez, der in Mugello verletzungsbedingt fehlt.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach