Pedro Acosta (9.) steckt fest: «Wir werden am Sonntag überleben müssen!»
Startplatz 10 für Pedro Acosta, beim Zieleinlauf des Sprintrennens von Mugello kaum verbessert: Die Ursache seiner Probleme liegt beim MotoGP-Wochenende in Mugello für das KTM-Ass tiefer.
Enea Bastianini war vor heimischem Publikum am Freitag der einzige Pilot auf einer KTM, der sich direkt für das Q2 qualifizieren konnte, während die restlichen drei Fahrer auf österreichischem Fabrikat am Samstagvormittag schon im Q1 antreten mussten. Dass der Fahrer mit der Nummer 37 selbst Schwierigkeiten haben würde, hatte dieser im Vorfeld erwartet. Überraschend für die KTM-Speerspitze eher, dass Markenkollege «La Bestia» im Zeittraining Platz 3 erreichen würde. Acosta: «Wir wussten, dass wir in Mugello Probleme bekommen würden. Was wir nicht erwartet hatten, war, dass Enea am Freitag so schnell sein würde.» Erst im Q2 war das bekannte Kräfteverhältnis der KTMs wieder hergestellt, als Acosta sich vor dem Markenkollegen und Lokalhelden qualifizieren konnte.
Von Startplatz 10 ging der Racer aus Murcia ins Sprintrennen, nur einen Rang verbessert konnte er über die Ziellinie fahren. Besser als Rang 7 war der 22-Jährige am Samstagnachmittag nie platziert, während Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia sich vom elften Platz nach Ende der ersten Runde noch auf den siebten Rang beim Zieleinlauf vorarbeiten konnte. Pedro Acosta beschrieb seine Entwicklung vom Freitagnachmittag bis ins Sprintrennen: «Ich konnte mich am Samstag auf Eneas Niveau vorarbeiten und auf diesem Level steckten wir dann beide fest!» Die italienische Konkurrenz sei am Samstag für den Spanier außer Reichweite gewesen: «Vom ersten bis zum achten Platz saßen im Sprintrennen alle Fahrer auf einem italienischen Fabrikat. Ducati und Aprilia haben am Samstag einen großen Schritt vorwärts gemacht und wir sind beim Leistungsvermögen vom Freitag stehengeblieben.» Frustrierend für das KTM-Ass deshalb, weil er das Leistungsvermögen der RC16 beim letzten MotoGP-Event in Katalonien hatte aufblitzen lassen. Dort war Acosta im Sprintrennen auf Rang 2 vorgefahren und hatte im Grand Prix am Sonntag Führungskilometer gesammelt: «Wir sind nicht weit hinter Ducati. Wir müssen aber herausfinden, warum unser Motorrad in Barcelona so gut war, aber es hier in Mugello nicht reicht.»
Ein Problem für den Moto2-Weltmeister von 2023 war unruhiges Fahrverhalten seines Arbeitsgeräts aus Kurven heraus. Mit der Reifenwahl habe dies nichts zu tun gehabt – der Spanier vermutet ein Problem mit den Einstellungen seines Motorrads: «Das Team wird sich das anschauen müssen. Zunächst dachte ich, dass das Problem nur mein Bike betrifft. Aber als ich hinter Enea fuhr, ist es mir auch bei ihm aufgefallen. Bei diesen Geschwindigkeiten hat das aber nichts mit den Reifen zu tun. Und wenn man, wie hier in Mugello, mit 360 km/h auf die Kurve zurast, dann ist ein unruhiges Heck kein schönes Gefühl.» Auch mit veränderter Balance ließ sich die Munderfinger Rakete nicht bändigen: «Auch mehr Gewicht an der Front hat nichts verändert. Es scheint ein tiefer liegendes Problem zu sein.» Der Ausblick Acostas für den Grand Prix am Sonntag fällt entsprechend düster aus: «Wir werden irgendwie überleben müssen!»
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