Bester Ducati-Pilot Alex Marquez (4.): «Der Fehler geht auf meine Kappe»
Der spanische Gresini Ducati-Fahrer Alex Marquez sicherte sich im MotoGP-Hauptrennen von Silverstone am Sonntag Platz 4 – ärgerte sich aber über einen Fehler, der ihm den Podiumsplatz kostete.
Alex Marquez beendete das MotoGP-Rennen von Silverstone auf Position 4. Der jüngere der beiden Marquez-Brüder war damit aber immer noch bester Ducati-Vertreter beim eindrucksvollen Aprilia-Festival im «Home of British Motor Racing». Für Alex Marquez hätte es aber auch noch mehr sein können. Der Vize-Weltmeister preschte gleich in der Anfangsphase an WM-Aspirant Ai Ogura und seinem Bruder Marc vorbei, ehe er sich auf die Verfolgung von Pedro Acosta machte.
Alex Marquez war der einzige Ducati-Fahrer, der das Tempo der Aprilia-Piloten mitgehen konnte – aber nur in einer Phase des 20-Runden-Events. Kurz vor Halbzeit des Rennens war der 30-Jährige an Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi vorbei, ehe er sich einen Fehler leistete, der ihn wieder hinter Acosta zurückwarf. «Ich denke, wir hätten heute um Platz 2 kämpfen können. Aber der Fehler in Kurve 1 nach dem Manöver gegen Bezzecchi hat viel Zeit gekostet. Ich war da etwas zu optimistisch, wir haben uns berührt.»
«Nach diesem Schnitzer in Kurve 1 habe ich dann auch den ersten Abfall des Grips am Hinterreifen festgestellt. In diesem Moment hatte ich etwas Unruhe im Heck, aber ich versuchte einfach ruhig zu bleiben, habe gesehen, ich bin schneller als Pedro. Mit der vielen Power machen die Bikes oft einfach seltsame Bewegungen. Ich bin dann auch wieder rangekommen. Aber dann war Abfall des Grips doch deutlich. Leider habe ich den Bremspunkt beim Duell gegen Marco etwas verpasst – das geht auf meine Kappe!»
Smarter Marco Bezzecchi
Marquez streute seinem Gegner Bezzecchi jedoch auch Rosen: «Marco hat seine Karten scheinbar gut ausgespielt, er hat sich für die letzten beiden Runden den Hinterreifen besser eingeteilt. Er war etwas smarter als wir – hat das Bike auch nicht überfahren. Ich war vor Kurve 15 nie nahe genug dran an Marco. Der siebte Startplatz hat uns auch limitiert. Außer mit Raul, denke ich, hätte ich mit den anderen Aprilia-Piloten mithalten können.»
Zu seinen Vorteilen gegenüber den Markenkollegen auf der Piste von Silverstone sagt der zukünftige Red Bull-KTM-Athlet: «Ich denke, Silverstone ist ähnlich wie Barcelona. Ich kann auch hier den Hinterreifen in den ersten Kurven ganz gut schonen. Je schneller die Kurven sind, desto besser kann ich den Reifen konservieren. Das war immer schon mein großer Vorteil .»
Nach Runde 12 rangiert der Gresini-Pilot mit 106 Punkten weiter auf Rang 9, hinter dem in England gecrashten Pecco Bagnaia und vor Luca Marini (Honda).
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