Moto3-Rennen in Silverstone: Demonstration von Intact-Pilot David Almansa
Aus Reihe 2 gestartet, erwies sich David Almansa als der Moto3-Pilot, den es in Abwesenheit von Maximo Quiles zu schlagen galt. Der Spanier blieb fehlerfrei, anders als Scott Ogden und Brian Uriarte.
Anders als gewohnt waren es die Piloten der Moto3, die den Grand-Prix-Tag auf der britischen Insel beendeten. Geprägt wurde die Action der kleinsten Hubraumklasse von der Leitung des Briten Scott Ogden. Der erfahrene KTM-Pilot der CIP-Mannschaft ging bei seinem Heimrennen von Pole-Position ins Match. Gleich neben Ogden, Teamkollege Adrian Cruces.
Niedergeschlagen war dagegen die bis dato überragende Moto3-Mannschaft von «Asp» Martinez. Erstmals fand ein Rennen ohne WM-Spitzenreiter Maximo Quiles statt. Bei einem heftigen Sturz in der letzten Kurve hatte sich Quiles das Schlüsselbein gebrochen. Noch am gleichen Tag ging es zurück in die Heimat. Während sich die Piloten auf das 15-Runden-Rennen vorbereiteten, war Quiles schon operiert und voller Hoffnung, in Bälde wieder in das Geschehen einzugreifen.
Die gute Nachricht: Nach England herrschen wieder zwei Wochen Pause und mit 104 Punkten Vorsprung in der Tabelle dürften sich die Sorgen des Spaniers in Grenzen halten – auch weil die Zukunft als Moto2-Pilot bei Aspar längst geregelt ist.
Hinter Valentin Perrone auf Platz 3 startete David Almansa aus der deutschen Intact-Mannschaft in das zwölfte Saisonrennen. Der Spanier hatte im Training mit konstant schnellen Zeiten überzeugt. Die Frage: Ist eine Solofahrt auf der schnellen Strecke möglich?
David Almansa schien die Frage mit einem klaren Ja beantworten zu wollen. Aus Reihe 2 schoss die Nummer 22 in Führung. Während Alvaro Carpe folgen konnte, ging es für Ogden in der ersten Runde zurück auf Platz 7. Absetzen konnte sich Almansa aber nicht. Carpe, Adrian Fernandez, Brian Uriarte, Valentin Perrone und die beiden CIP-Bikes bildeten eine Gruppe von sieben Bikes, die dem Feld davonzog.
Der Österreicher Leo Rammerstorfer, der von Platz 24 losgefahren war, hatte in der Anfangsphase eine Position gewonnen. Der SIC58-Pilot matchte sich mit den Ersatzfahrern Gonzalez (Intact), Abruzzo (CODE) und Singhapong (Honda Asia).
Nach einem Drittel der Distanz war die Gruppe auf acht Piloten gewachsen, Joel Esteban hatte aufgeschlossen und gleich weitere Positionen gut gemacht. In Runde 6 wurde Esteban auf Platz 4 hinter Almansa gelistet. Im gleichen Umlauf wurde die CIP-Mannschaft vom Sturz ihres Piloten Adrian Cruces geschockt. Der Spanier stürzte in der letzten Schikane und musste behandelt werden. Noch eine Runde später war das CIP-Dilemma komplett, denn Local Hero war ebenfalls aus der Spitzengruppe geflogen. Den Briten erwischte es an derselben schnellen Stelle, die auch Quiles aus dem Wettbewerb geschleudert hatte.
Mit dem Beginn der zweiten Rennhälfte übernahm wieder David Almansa die Spitze. Mit Ausnahme von Adrian Fernandez, dessen Bruder eine Stunde zuvor das MotoGP-Rennen gewonnen hatte, saßen alle Fahrer auf einer KTM. Nachdem auch Hakim Danish und Cormach Buchanan ausgerutscht waren, fand sich Leo Rammerstorfer an 20. Stelle wieder.
Mit fünf Runden auf der Anzeige startete David Almansa einen weiteren Fluchtversuch, kam dabei auf eine Lücke von 0,8 Sekunden und wurde dennoch wieder von der Gruppe mit Ajo-Pilot Alvaro Carpe eingefangen. Fernandez, Esteban, Perrone und Uriarte waren weiter Teil der Gruppe. Drei Runden vor der Flagge hatte Esteban nach einem Rutscher Glück, nicht zu stürzen, doch der Anschluss an die Top 5 war damit verloren.
Das Finale sah einen überragenden David Almansa. Der Fahrer aus der Mannschaft von Peter Öttl fuhr zwei dominante Schlussrunden. Der Youngster fuhr eine halbe Sekunde heraus und ging zum zweiten Mal als Sieger über die Linie. Brian Uriarte wollte mithalten, kam aber noch zu Sturz. Teamkollege Alvaro Carpe brachte sein Bike sicher auf Platz 2 ins Ziel. Den letzten Podestplatz holte sich Tech3-Pilot Valentin Perrone. Um 0,2 Sekunden verpasste Adrian Fernandez als bester Honda-Pilot die zweite Siegerehrung der Familie.
Den letzten Punkt holte sich Ersatzpilot und Red Bull-Rookie Singhapong. Leo Rammerstorfer fuhr sein erstes Rennen in Silverstone zu Ende, Platz 17 für den Rookie aus dem Mühlviertel. Applaus gab es bei Intact-GP nicht nur für den Sieger: David Munoz-Ersatz Gonzalez holte bei seinem WM-Debüt als 14. zwei WM-Punkte.
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