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Rennen 2, Silverstone: Archie McDonald siegte im Bagger World Cup, Smith 5.
Chancenlos gegen die übermächtige Aprilia-Konkurrenz, aber auch nur drittbester Ducati-Fahrer: MotoGP-Weltmeister Marc Marquez aus dem Team Lenovo suchte nach dem Silverstone-GP keine Ausflüchte.
Während Motorsportfans auf der ganzen Welt über die Aprilia-Dominanz in Silverstone staunten, entlockte das Ducati-Lenovo-Teammanager Davide Tardozzi nicht viel mehr als ein müdes Lächeln. Für den Italiener war schon vor dem Wochenende klar: «Es gibt Strecken, die liegen der Aprilia besser und andere uns.» Klar, dass die jeweils drei Podestplätze des Rivalen aus Noale im Sprint und Grand Prix keinen Schock darstellen.
Erquickend sind sie aber auch nicht: Denn wenn bei Weltmeister Marc Marquez, der in seiner Karriere Rennwunder am Fließband produzierte, schon vor dem Start von Schadensbegrenzung gesprochen wird und die Positionen 4 bis 6 als Ziel ausgegeben werden, dann lässt das tief blicken.
«Das Motorrad und die Reifen haben gut gearbeitet», hielt Marc nach Platz 7 fest – 9,55 sec hinter Sieger Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia). «Ich war nicht in der Lage es besser zu machen, Platz 7 ist erwartungsgemäß. Die Top-5 waren optimistisch, dafür hätten wir alles punktgenau hinbekommen müssen.»
Gegen Aprilia chancenlos zu sein, ist eines. Nur drittbester Ducati-Fahrer zu sein, hinter Bruder Alex und Fabio Di Giannantonio, ist schwieriger zu erklären. Nicht für den achtfachen Champion: «Es lag an mir. Ich muss mit dem fahren, was ich habe, und muss es hinbekommen. Schon letztes Jahr, als ich in Höchstform fuhr, war Alex hier schneller als ich. Er fährt hier supergut und ist besser als wir – wir haben das gleiche Motorrad.»
Marc Marquez kann nach seinen jüngsten Schulterverletzungen bis heute nicht so agieren, wie er das gerne möchte, besonders mit fortschreitender Renndauer merkt er das. Der Titelverteidiger ortet aber Anzeichen von Besserung. «Zum ersten Mal konnte ich bei der Zeitenjagd gut fahren», bemerkte er. «Ausdauer fehlt mir aber noch.»
Wenn nicht, versuche ich sitzen zu bleiben.marc marquez
Der 33-Jährige betonte in kleiner Medienrunde in England, dass ihm das keine Sorgen bereite. «Denn alles hängt von den Zielen ab», unterstrich Marquez. «Meine sind, das Motorradfahren zu genießen. Natürlich möchte ich Weltmeister werden; aber wenn nicht, dann ändert das nichts an meinem zukünftigen Leben. Meine Ambitionen, und wie ich ein Rennwochenende angehe, sind gleich wie immer. Aber ich muss die Dinge realistisch sehen und will kein Risiko eingehen. Am Samstag hatte ich Probleme mit dem Hinterreifen, wurde Neunter und konnte mit den anderen nicht kämpfen – so ist das halt. Wenn ich mich gut fühle, werde ich kämpfen. Wenn nicht, versuche ich auf dem Bike sitzen zu bleiben.»
Mit 200 Punkten hat Marc Marquez als WM-Vierter jetzt 40 Rückstand auf Jorge Martin (Aprilia), der den Sprint in Silverstone gewann und im Grand Prix Zweiter wurde.
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