Carlos Checa blickt zurück: SBK-WM-Titel das Sahnehäubchen seiner Karriere
In der Königsklasse gelangen Carlos Checa einige Achtungserfolge, doch einen WM-Titel fuhr der Spanier erst in der Superbike-WM ein. Der 53-Jährige blickt zufrieden auf seine Karriere zurück.
Als Carlos Checa in die Superbike-WM 2008 zum Honda-Team Ten Kate wechselte, hatte er 15 Jahre im GP-Paddock auf dem Buckel. Die meiste Zeit davon verbrachte der Spanier in der höchsten Kategorie: Zwischen 1996 und 2001 in der 500er-WM sowie von 2002 bis 2007 in der MotoGP. Schnell war Checa immer, davon zeugen 24 Podestplätze und zwei Siege, doch er war auch sturzanfällig. Seine beste Saison lieferte er 1998 als WM-Vierter ab.
Besser lief es für den Katalanen in der seriennahen Weltmeisterschaft. Mit der CBR1000RR gelangen ihm drei Siege und elf Podestplätze. Im Ducati-Team des zu Jahresanfang verstorbenen Genesio Bevilacqua dann der Durchbruch: 2011 holte Checa mit 15 Siegen und 21 Top-3-Finish den WM-Titel. Eine langwierige Verletzung beendete 2013 seine Karriere.
«In der 500er-Klasse habe ich das leider knapp verpasst, aber ich denke, dass aus verschiedenen Gründen manchmal einfach alles zusammenpassen muss», erinnerte sich Checa im Gespräch mit Motosan. «Dann kam das Acht-Stunden-Rennen von Suzuka, das ich auch gewonnen habe – ein ganz besonderes Rennen für mich, das ich jedem empfehlen kann, der in guter Verfassung ist. Und dann endlich auch in der Superbike-WM zu gewinnen.»
In seiner spanischen Heimat fand Checa jedoch nicht dieselbe Anerkennung, wie sie etwa ein Àlex Crivillé für den Gewinn der 500er-WM 1999 erfuhr.
«Die größere Aufmerksamkeit genießt die MotoGP; sie ist die Referenzmeisterschaft in Spanien und hatte schon immer eine viel größere Fangemeinde», weiß Checa. «Die Superbike-WM war etwas ganz anderes. Aber ich denke, als ich dort war, war es eine Meisterschaft auf sehr hohem Niveau. Ich bin gegen einige sehr bekannte und einflussreiche Fahrer angetreten. Diese Meisterschaft zu gewinnen, war für mich persönlich sehr befriedigend und fühlte sich wie eine Belohnung für meine lange Karriere an.»
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