Cecchinello (LCR) über 850er-Bikes: Sicherer und leichter zu kontrollieren
LCR-Honda-Teamchef Lucio Cecchinello und VR46-Teammanager Pablo Nieto diskutierten über die neuen MotoGP-Regeln. Die 850er-Bikes würden agiler sein, dank der Pirelli-Reifen aber nicht viel langsamer.
2027 treten die neuen MotoGP-Regeln in Kraft. Diese sehen bei den Motorrädern eine Hubraumreduzierung von 1000 auf 850 ccm, eine reduzierte Aerodynamik und den Wegfall jeglicher Systeme zur Fahrwerkshöhenverstellung (Devices) vor. Dazu kommt der Wechsel bei den Reifen von Michelin auf Pirelli.
Über das neue Regelwerk wurde schon viel diskutiert. Auch die Testfahrer und einige Stammfahrer, die die neuen Prototypen bereits testen durften, haben ihre ersten Eindrücke erläutert. Am 4. September veröffentlichten die Kollegen von motogp.com ein Video, in dem LCR-Honda-Teamchef Lucio Cecchinello, VR46-Teammanager Pablo Nieto und Carlo Merlini von Gresini Racing unter anderem über die Regeländerungen diskutieren.
Aus der Sicht der MotoGP-Teams – welche Änderungen werden den größten Einfluss haben? «Die Richtung, die wir mit den 850-ccm-Bikes und der reduzierten Aerodynamik einschlagen, könnte bedeuten, dass die Fahrer sicherere Motorräder zur Verfügung haben werden. Weil das Bike etwas schmäler, agiler und leichter zu kontrollieren sein wird. Das Motorrad ist etwas leichter und wird auch weniger Leistung haben», meinte Lucio Cecchinello. Für die Fans würde die Show aber nicht weniger attraktiv. «Das heißt nicht, dass dies der Zuschauer nicht mögen wird, weil er es nicht wahrnehmen wird. Ich denke, dass dies alles aus Team-Perspektive positive Auswirkungen auf den Sport haben wird.»
Pablo Nieto (VR46): «Ich denke, dass die Rundenzeiten relativ ähnlich sein werden»
Pablo Nieto ist aber davon überzeugt, dass die neuen Bikes nicht viel langsamer sein werden – und zwar aus einem bestimmten Grund: «Ich denke, dass die Rundenzeiten relativ ähnlich sein werden. Denn eine der größten Änderungen, die wir haben werden, sind die Reifen – das ist meine persönliche Meinung.»
«Einige Fahrer, welche die 850er-Bikes bereits getestet haben, sagen, dass der Sport davon profitieren wird – weil es auf der Strecke mehr Zweikämpfe geben wird», erzählte Cecchinello. «Es wird viel einfacher werden, um zu überholen – wir werden es sehen», ergänzte Pablo Nieto.
Fakt ist, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die neue MotoGP-Ära Einzug hält. Am 21. September werden einige Fahrer die Gelegenheit haben, die 850er-Bikes mit den Pirelli-Reifen bei einem weiteren Test auf dem Red Bull Ring – direkt nach dem Grand-Prix-Wochenende – zu testen. Am 1. Dezember werden dann beim Valencia-Test alle Fahrer auf ihren neuen Bikes sitzen.
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