Domenicali, Marquez & Bagnaia präsentieren: Ducati Superleggera Centenario!
Beim MotoGP-Event in Texas zeigte Ducati-Boss Claudio Domenicali die limitierte Superleggera Centenario. Auch Marquez und Bagnaia applaudiertem dem Renner mit Technik aus Superbike-WM und MotoGP.
Zunächst mit der Superbike-Straßenversion Panigale R, etwas später die Superleggera - in dieser Reihenfolge macht Ducati in aller Regel seine sportlichen Speerspitzen auch für reguläre Kunden zugänglich. Wobei das Wort «zugänglich» hier eine gewisse Übertreibung ist, schließlich schlägt schon die Panigale R mit 40.000 Euro zuzüglich ortsübler Steuern zu Buche und die letzte Generation der Superleggera hatte gar ein sechsstelliges Preisschild. Auch die Neuauflage «Superleggera V4 Centenario» wird sicher kein Schnäppchen. Neben der geringen Auflage von insgesamt 600 Einheiten und der Hoffnung auf einen Status als Sammlerobjekt liegt dies vor allem darin begründet, dass Ducati die Superleggera in der Regel als Schaufenster dessen nutzt, was die Marke technisch zu leisten im Stande ist.
Entsprechend konsequent war es, dass die Marke aus Bologna sein neuestes Modell im Rahmen des MotoGP-Events in Austin präsentierte. Schließlich setzen die Italiener in allen vier Generationen seines Topmodells auf Technik, die sich die Entwicklungsingenieure für Straßenmodelle in der MotoGP-Abteilung der Firma abgeschaut haben. Zuvorderst den Einsatz neuer Techniken, durch extremen Leichtbau und den ausufernden Einbau exotischer Materialien. Das fängt in der neuesten Ausführung abermals bei einer Kohlefaserverkleidung an, geht darunter mit einem Carbonrahmen weiter und hört bei Heckrahmen, Schwinge und Felgen aus dem gleichen Material nicht auf.
Schon die Vorgängerinnen hatten auf diese Lösungen gesetzt, jeweils eine Premiere im Bau von Straßenmotorrädern. Eine aus MotoGP abgeleitete Neuheit, die in der neuen Generation erstmals zum Einsatz kommt, ist die Vorderradgabel mit Standrohren aus, ebenfalls, Carbon. Kohlefaser kommt auch in den Bremsscheiben zum Einsatz, wo sie Keramik als Hauptmaterial verstärkt. 450 Gramm soll dies laut den Italienern pro Scheibe sparen. Verzögert wird mithilfe ebenfalls neuer Brembo GP4-HY-Bremssättel - inspiriert ebenfalls durch die Königsklasse des Zweirad-Sports.
Leichtbau steht auch beim Antrieb im Vordergrund. An allen Fronten kommen Leichtbau-Lösungen mit exotischen Materialien von Titan bis Wolfram zum Einsatz - 3,6 Kilogramm wollen die Bologneser Ingenieure hier eingespart haben. 228 PS liefert das Triebwerk zulassungsfertig an die Kette, mit einer Rennauspuff-Anlage und dem Einsatz von speziellem Öl steigt die Leistung nochmals - auf 247 PS! Von der Panigale R aus der WSBK stammt das aerodynamische Konzept für die Carbon-Verkleidung der Superleggera Centenario, inklusive Einsatz von «Corner Sidepods» zur Erzielung des Ground Effects – hier lässt die MotoGP grüßen.
173 Kilogramm soll das Motorrad so, mit Flüssigkeiten, jedoch ohne Benzin, in Summe auf die Waage bringen, 167 Kilogramm mit Racing-Kit. Jedes Kilogramm Gewicht des Motorrads trifft also auf 1,48 PS. Lackiert 500 der 600 Exemplare in einem Rot, das Ducatis erstes Zweirad mit dem Markennamen ehren soll und gleichzeitig die Lackierung MotoGP-Werksrakete aufgreift. 26 Kunden derer, die die Möglichkeit hab sich dieses Motorrad in die Garage zu stellen, bekommen gegen Aufpreis vom Hersteller gleichzeitig die Gelegenheit ihrer Besitzer erhalten Zugang zu einer Mitfahrt auf der Desmosedici GP26 im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Marke im Juli in Misano.
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