FP2, Misano: Enger Dreikampf mit Champion Marc Marquez in Front
Die letzte Session vor der entscheidenden Qualifikation fand auf abtrocknender Piste statt. Am besten löste die knifflige Aufgabe Marc Marquez. Der Weltmeister setzte sich spät vor das Aprilia-Duo.
War es Freitag oder Samstag? Die Bedingungen auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli schienen nahezu identisch. Nach Regen in der Nacht hatten die Moto3-Youngster unter blauem Himmel, aber auf nasser Piste trainiert. Die Moto2-Racer fanden eine erste trockene Linie und zum Ende des FP2 ging es mit Slicks zur Sache.
Für die Asse der MotoGP waren die Bedingungen alles andere als einfach. Als es um kurz nach 10 in die letzte 30-minütige Vorbereitung auf die Quali-Sitzungen ging, war der Adria-Kurs noch von feuchten Stellen übersät. Zu Beginn des FP2 hielten sich noch einige Piloten, darunter VR46-Pilot Franco Morbidelli, länger in der Box auf.
Der Zustand der Piste zeigte sich auch in den Rundenzeiten, die zunächst rund vier Sekunden über denen des Zeittrainings lagen. Doch mit 18 Bikes auf dem Kurs besserten sich die Verhältnisse. Nach zehn Minuten war das Defizit bereits halbiert. An der Spitze – Marco Bezzecchi vor Teamkollege Jorge Martin.
Schnell unterwegs auch Lokalmatador Luca Marini auf Platz 4, doch der Honda-Pilot übertrieb es und rutschte in Kurve 3 von der Piste. Im Eiltempo ging es für den unversehrten Italiener zurück in die Garage, auch um das Motorrad wieder für die Q2-Sitzung instand zu setzen.
Als die Strecke immer besser wurde, setzte sich Gresini-Pilot Alex Marquez an die Spitze. Mit einer 1:31,300 min war man nun auf dem Niveau des FP1 angelangt. Die zweite Hälfte der Session fand unter «normalen» Bedingungen statt und auch die restlichen Piloten sammelten Daten mit den möglichen Rennreifen in Medium-Mischung.
Zum Ende rückte das Feld wieder enger zusammen. Hinter Spitzenreiter Alex Marquez nun Jorge Martin vor Marc Marquez und den beiden Ducati GP26-Piloten Fabio Di Giannantonio und Pecco Bagnaia. Im Endspurt war es dann wieder Marco Bezzecchi, der das Kommando übernahm. Auf 1 und 2 waren Bezzecchi und Martin nur durch 0,015 Sekunden getrennt. In der letzten Runde dann das von Ducati erhoffte Signal des Weltmeisters: Marc Marquez überflügelte das Aprilia-Duo mit der Winzigkeit von 0,007 Sekunden.
Unter diesen Bedingungen besser unterwegs war Toprak-Razgatlioglu. Der Superbike-Weltmeister, der im Zeittraining mit weichen Reifen an letzter Stelle über zwei Sekunden auf Marco Bezzecchi verloren hatte, fuhr nun im Mittelfeld. Nach 30 Minuten wurde Razgatlioglu auf Platz 19 geführt.
Unauffällig die KTM-Vertreter: Spitzenkraft Pedro Acosta fuhr mit sieben Zehnteln Rückstand auf Rang 10. Pol Espargaro, der in Vertretung von Maverick Viñales am Freitag ins Q2 gestürmt war, landete auf Position 14.
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