Fabio Di Giannantonio (4.) über Bezzecchi: «Wie in einer anderen Kategorie»
VR46-Ducati-Ass Fabio Di Giannantonio lieferte am Freitag in Misano vor den Augen von MotoGP-Ikone Valentino Rossi eine solide Leistung ab. Wo Marco Bezzecchi mit seiner Aprilia den Unterschied macht.
Das MotoGP-Wochenende in Misano ist für Fabio Di Giannantonio eines der wichtigsten des Jahres. Aber nicht nur für den Italiener ist es ein bedeutender Heim-GP, sondern auch für Ducati und vor allem für das VR46-Racing-Team, das nur wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernt beheimatet ist.
Vor den Augen von Chef Valentino Rossi musste «Diggia» am Freitag liefern, um in eine gute Ausgangsposition für das restliche Rennwochenende zu kommen. Und Di Giannantonio lieferte. Im FP1 am Vormittag reichte es zwar nur für Platz 10, doch im wichtigen Zeittraining am Nachmittag, das über den direkten Einzug ins Q2 entschied, landete der Römer auf dem vierten Platz. Auf Marco Bezzecchi (Aprilia) fehlten ihm gut zwei Zehntelsekunden.
«Was das Feeling und die Performance angeht, haben wir einen sehr guten Job gemacht. Wir waren sowohl mit dem Medium-Reifen als auch mit dem weichen Reifen schnell. Es war positiv», meinte der 27-Jährige. Di Giannantonio verwendet bei seiner Ducati Desmosedici eine alte Aerodynamik – mit dieser fühlt er sich wohl. «Es ist die Standard-Verkleidung mit dem Heck von 2024. Denn was auch immer ich derzeit ausprobiere, die neuen Teile geben mir nicht das Gefühl, das ich brauche. Deshalb behalten wir das Gewohnte bei.»
Di Giannantonio: «Wenn es so viel Grip gibt, sind wir an den Aprilia viel näher dran»
Die Zeitabstände waren am Freitag sehr eng. Die Top-15 trennten nur 0,8 Sekunden. Was wird an diesem Wochenende der Schlüssel sein, um sich von den anderen abzuheben? «Ich weiß es nicht. Aber wenn ich es wüsste, würde ich es euch nicht sagen», schmunzelte Di Giannantonio in der Medienrunde.
Vier Ducati lagen im Zeittraining in den Top-5. Nur Bezzecchi konnte mit seiner Aprilia mithalten. Ist der Misano World Circuit Marco Simoncelli eine gute Strecke für Ducati? «Das weiß ich nicht, denn am Ende hat es Bez sehr gut gemacht. Im dritten Sektor fährt er, als ob er in einer anderen Kategorie ist. Dort sind die Kurven, in denen die Aprilia und Bezzecchi den Unterschied machen können», stellte Di Giannantonio klar. «Wir Ducati-Fahrer sind hier schnell, und wir holen alles aus dem Bike. Wir wissen aber auch, dass wenn es so viel Grip gibt, wir an den Aprilia viel näher dran sein können. Aber ich bin mir sicher, dass wenn Bezzecchi hier so stark ist, die anderen Aprilia-Piloten am Samstag auch auf dieses Niveau kommen können.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


