Ironischer Martin: Vielleicht war es besser, nicht auf der Strecke zu sein!
Dem Einzug ins Q2, drei Stürzen und einer Strafe folgte ein technisches Problem. Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin verfolgte den außergewöhnlichsten MotoGP-Sprint aus der Box – und blieb entspannt.
«Wenn ich eins gelernt habe, nach dem, was ich durchgemacht habe, dann, dass es manchmal gut ist, einfach Ruhe zu bewahren und nicht auszuflippen», berichtete Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin nach einem Tag, bei dem es auch ruhigen Zeitgenossen schwerfiel, cool zu bleiben. Ausgangspunkt war ein nasser Samstagmorgen.
Zwar gelang Martin eine anständige Runde für Startplatz 7 (was nach der Strafe vom Freitag für den Großen Preis von Spanien Position 10 bedeutet), doch erneut schmiss der «Martinator» die RS-GP von der Bahn. Es war der dritte Sturz des Wochenendes und der bereits siebte der Saison. Jorge Martin zu seinen Abflügen: «Die Stürze sind kein Problem für mich – solange ich nachvollziehen kann, was passiert ist.
Trotz der Anspannung gelang der Nummer 89 ein Spitzenstart, Martin überholte eine ganze Reihe und passierte die erste Zeitmessung an vierter Stelle. Doch schon 90 Sekunden später war die Vorstellung. Mit glühenden Bremsscheiben war Martin am Ende der Zielgeraden über den Einlenkpunkt hinausgeschossen. Der Champion des Jahres 2024 musste die Box ansteuern und gab auf.
Jorge Martin: «Ich habe bereits in der Aufwärmrunde gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich dachte, es wäre vielleicht nur etwas an der Einstellung am Bremshebel, hab versucht, das zu korrigieren Doch das war es nicht. Es war ein anderes Problem und ich hatte nicht die richtige Verzögerung. Vor der Kurve bin ich dann weit gegangen und zurück in die Box. Ich kann nicht sagen, was die Ursache genau war, aber so etwas kann passieren. Wir werden es verstehen und daraus lernen.»
Martin mit einem Grinsen: «Ich war mir dann auch nicht mehr sicher, wo ich lieber war, in der Box oder inmitten des Chaos auf der Strecke. Unter diesen Bedingungen das Richtige zu tun, ist sehr schwierig. Aber klar, ich vermisse das Fahren unter guten Bedingungen – ich will das Motorrad genießen. Auch in Jerez funktioniert unser Paket. Es gab Situationen, da bin ich so unglaublich abgebogen, dass ich es selbst kaum glauben konnte.»
Als Beobachter in der Box wurde Martin auf das
Ein bemerkenswertes Element des Chaos-Sprints von Jerez: Die Top-3 der WM-Tabelle gingen geschlossen ohne Punkte ins Bett; die Reihenfolge änderte sich nicht. Martin liegt vor dem Spanien-GP weiter nur vier Punkte hinter Teamkollege Bezzecchi, 17 vor Acosta und jetzt 20 Zähler vor Marc Marquez.
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