Brad Binder (11.) wütend über Reifendruck-Strafe: «Das ist verdammt unfair»
Brad Binder (KTM) erhielt nach dem MotoGP-Grand-Prix in Assen eine 16-Sekunden-Strafe wegen eines zu geringen Reifendrucks. Der Südafrikaner war sauer, denn er hatte mit einem Ärgernis zu kämpfen.
Das MotoGP-Wochenende in Assen brachte für Brad Binder kein merklicher Schitt nach vorne. Der KTM-Pilot erzielte die Ränge 14 und 11, immerhin reiste er mit fünf WM-Punkten im Gepäck aus den Niederlanden ab.
Wieder einmal war es ein schwaches Qualifying, das seine Chancen auf ein gutes Resultat in den Rennen schrumpfen ließ. Im Grand Prix am Sonntag startete Binder von Position 14. In der ersten Runde konnte er zwei Positionen gut machen, wobei er auch vom Ausfall von Honda-Pilot Joan Mir profitierte. Nach dem Crash von Marco Bezzecchi in Runde 2 war Binder bereits Elfter. Zu Beginn der fünften Runde wurde der Südafrikaner von Rookie Toprak Razgatlioglu (Pramac Yamaha) überholt.
Nach der Aufgabe von Teamkollege Pedro Acosta war Binder wieder Elfter. Nachdem auch Toprak wegen Chattering-Problemen bei seiner M1 die Box ansteuern musste, befand sich Binder in den Top-10. Noch weiter nach vorn ging es für den RC16-Piloten nach dem Ausfall von Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia.
Danach konnte sich Binder erfolgreich gegen Alex Rins (Yamaha) und Luca Marini (Honda) wehren und als Neunter die Ziellinie überqueren. Nach dem Grand Prix erhielt er aber eine 16-Sekunden-Strafe wegen eines zu niedrigen Drucks im Vorderreifen – Binder wurde auf Rang 11 zurückgereiht.
Brad Binder: «Kann es nicht glauben!»
Binder konnte es nicht glauben, da er im letzten Renndrittel mit einem Handicap zu kämpfen hatte, an dem er keine Schuld hatte. «Die Rennleitung hat mir eine Track-Limits-Warnung auf mein Dashboard aufgespielt, die aber nie gelöscht wurde. Die letzten acht Runden hatte ich diese Meldung auf meinem Dashboard und sie überblendete die Übersicht zum Reifendruck», erklärte Binder. «Somit konnte ich nicht sehen, wie hoch der Druck in meinem Vorderreifen war. Ich konnte auch meine Rundenzeiten nicht einsehen. Außer einer blinkenden Track-Limits-Warnung konnte ich für acht Runden lang gar nichts sehen. Ich kann nicht glauben, dass sie mir eine Strafe geben wollen, und wenn es so ist, dann ist es verdammt nochmal unfair! Das ist die Geschichte zu meinem heutigen Rennen.» Zum Zeitpunkt des Interviews war die Strafe noch nicht ausgesprochen – das Ganze wurde noch untersucht. Kurz danach folgte die Strafe.
Wegen der Reifendruck-Strafe wurde dem Routinier ein Top-10-Platz weggenommen. Wie war generell sein Gefühl mit seiner RC16 im Hauptrennen? Besser als im Sprint am Vortag? «Ich fühlte mich besser, die Jungs haben mein Motorrad verbessert. Es war viel stabiler, ich hatte auch das Gefühl, dass ich viel harter pushen konnte», fand Binder positive Aspekte.
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