Yamaha-Topspeed frustriert Alex Rins: «So kann man niemanden überholen!»
Alex Rins kämpfte sich beim MotoGP-Rennen in Assen auf Rang 9 nach vorne. Danach übte der Yamaha-Werkspilot erneut deutliche Kritik am mangelnden Topspeed seiner M1.
Der Grand Prix der Niederlande verlief für Alex Rins etwas erfolgreicher als der Sprint, wirklich zufrieden verließ der Yamaha-Werkspilot Assen aber nicht. Nach Startplatz 15 und Rang 15 im Sprint wurde der Spanier im Grand Prix zunächst als Zehnter abgewunken. Durch die
«Es war super hart. Es war echt hart», fasste Rins das 26-Runden-Rennen zusammen, das bei 29°C gestartet wurde. «Zu Beginn des Rennens lief es gut. Ich sah Marc (Marquez) oder Pecco (Bagnaia) vor mir. Ich sah, wie er in Kurve 16 einbog, als ich aus Kurve 15 kam. Das hat mich glücklich gemacht. Doch später zogen sie davon. Ich hielt mein Renntempo und sie wurden schneller.»
Die hohen Temperaturen verlangten den Fahrern zusätzlich alles ab. Rins bezeichnete die Hitze in Assen zwar als anstrengend, relativierte aber zugleich, dass einige Überseerennen wie Thailand oder Malaysia körperlich noch deutlich härter seien.
Yamaha M1 zu langsam: Kampf mit stumpfen Waffen
Sportlich sieht der Spanier die Yamaha weiterhin vor allem durch die Motorleistung ausgebremst. «Wir hatten mehr oder weniger die gleichen Probleme wie bei den zurückliegenden Rennen. Ich habe versucht, mein Maximum zu geben, um mitzuhalten. Ich war zwischenzeitlich schneller als Binder, doch sein Motorrad war super schnell. Deshalb konnte ich kein Überholmanöver vorbereiten.»
Der fehlende Topspeed bleibt für Rins das größte Handicap der M1. Selbst wenn er auf einen langsameren Fahrer aufschließt, fehlt ihm auf den Geraden regelmäßig die Möglichkeit, einen Angriff erfolgreich abzuschließen oder ein Manöver am Kurveneingang vorzubereiten. Dieses Problem sprach der Yamaha-Pilot nach dem Rennen erneut offen an.
Immerhin besteht eine gewisse Hoffnung, dass früher oder später etwas Neues aus Japan kommt. Konkrete Details konnte Rins allerdings noch nicht nennen. «Sie meinten, dass wir noch vor dem Ende des Jahres etwas erhalten. Ich weiß aber nicht, wann das passiert und wer etwas bekommt», erklärte der mehrfache MotoGP-Sieger. «Natürlich ist es frustrierend, so Rennen fahren zu müssen. Ich hoffe und denke, dass sie das realisieren. Sie arbeiten an ihrem Limit, doch vielleicht können sie noch etwas mehr pushen.»
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