Cal Crutchlow trotz Technikproblemen zufrieden: «Tempo war da»
Cal Crutchlow kämpfte beim MotoGP-Rennen in Assen von der ersten Runde an mit einem technischen Defekt. Dennoch brachte der LCR-Honda-Ersatzpilot das Rennen zu Ende und zog ein positives Fazit.
Auch beim Grand Prix der Niederlande sprang Cal Crutchlow für den verletzten Johann Zarco ein. Der LCR-Honda-Ersatzpilot startete von Position 21 und machte bereits in der ersten Runde einige Plätze gut. Nachdem Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi gestürzt war, lag der Brite auf Rang 16. Ein technisches Problem bremste ihn jedoch entscheidend ein. Nach einem Boxenstopp fiel Crutchlow ans Ende des Feldes zurück und überquerte die Ziellinie schließlich als 16. mit einer Runde Rückstand.
«Ich hatte ab der ersten Runde ein technisches Problem», erklärte Crutchlow nach dem Rennen. «Ich versuchte, um das Problem herumzufahren und die Situation besser zu verstehen. Doch dann wurde es gefährlich, weil ich andere Fahrer hinter mir hatte. Deshalb kam ich an die Box und wir konnten das Problem in der Boxengasse beheben.»
Die Erleichterung hielt allerdings nicht lange an. «Danach trat das Problem erneut auf. Ich konnte es selbst beheben und fuhr das Rennen mit dem Problem zu Ende.» Trotz der Schwierigkeiten war Crutchlow mit seiner Leistung zufrieden. «Ich war happy und das Team auch. Ich konnte trotz der Probleme ein hohes Tempo fahren. Doch ich bin auch enttäuscht, weil ich Augusto (Fernandez) besiegt hätte – daran gibt es keine Zweifel. Vielleicht hätte ich sogar mit den anderen Fahrern mithalten können. Hier und da ging es chaotisch zu.»
Technikpech kostete WM-Punkt(e)
Der mehrfache MotoGP-Sieger hat keine Zweifel, dass ohne den Defekt ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen wäre. «Ehrlich gesagt bin ich überzeugt, dass ich mit den Fahrern vor mir eine Weile hätte mitfahren können. Ich fuhr mit dem weichen Hinterreifen.» Nach dem Boxenstopp änderte sich seine Herangehensweise jedoch grundlegend. «Ich fuhr mein komplettes Rennen alleine und ging kein Risiko ein. Ein Sturz war das Letzte, was ich wollte, weil ich bereits in der Box war. Es gab also keinen Grund, zu pushen – für mich ging es um nichts.»
Statt auf ein Ergebnis konzentrierte sich Crutchlow darauf, möglichst viele Kilometer zu sammeln. «Ich absolvierte einfach eine Renndistanz. Das war der einzige Grund, warum ich das Rennen fortsetzte. Leider gab es dieses kleine technische Problem. Doch das passiert im Rennsport.»
Auch fahrerisch sieht der Brite, der zum vierten Mal für LCR-Honda aushalf, noch Verbesserungspotenzial. «Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. In den Kurven 6, 7, 14 und 15 verliere ich aber so viel Zeit. Das war auch im Rennen so. Ich habe dort nie etwas riskiert. Das sind zwei schnelle Passagen, in denen ich nichts riskieren wollte. Der Rest ist okay. Jetzt geht es zum nächsten Rennen.»
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