Joan Mir zu Reifendruckstrafen in Barcelona: «Sollte man hinterfragen!»
In Barcelona bekam Joan Mir (Honda) eine 16-Sekunden-Strafe wegen einem zu geringen Luftdruck im Vorderreifen. Dass so viele MotoGP-Piloten Strafen kassierten, sollte man sich genauer ansehen.
Joan Mir reiste mit viel Selbstvertrauen nach Italien. Der Honda-Werksfahrer überquerte die Ziellinie im Chaos-GP in Barcelona als Zweiter, doch ein zu niedriger Luftdruck – er hatte 0,004 Bar zu wenig in seinem Vorderreifen – warf ihn auf Rang 13 zurück. Dennoch hat der Spanier erneut bewiesen, dass er schnell ist und die RC213V ein konkurrenzfähiges Motorrad ist. In Mugello will Joan Mir dieses positive Gefühl erneut auf die Strecke übertragen und gute Ergebnisse zeigen.
«Es war natürlich enttäuschend, was damals am Sonntag nach dem Rennen passiert ist, aber ich war dazu in der Lage, ein großartiges Wochenende zu zeigen. Wir kommen mit großer Motivation und Zuversicht nach Italien. Unser Wochenende in Barcelona endete sehr stark, und diese Dynamik möchte ich mit ins Mugello-Wochenende nehmen», bestätigte der MotoGP-Weltmeister von 2020. «Die Strecke gehört zwar nicht zu unseren stärksten, aber da die Honda auch in Barcelona normalerweise etwas zu kämpfen hat, denke ich, dass wir durchaus optimistisch sein können. Natürlich müssen wir alles zusammenbringen und die Umstände am Wochenende abwarten, aber ich bin zuversichtlich, was meinen Speed angeht. Wie wir an mehreren vergangenen Wochenenden gesehen haben, kann eine gute Startposition für uns den entscheidenden Unterschied ausmachen.»
Findet Mir, dass die Strafe gegen ihn in Barcelona zu streng war? Zudem wurden nicht nur er, sondern auch noch einige andere Fahrer bestraft. «Es war eine harte Strafe. Für fast nichts eine 16-Sekunden-Strafe in einem kurzen Rennen mit zwei Neustarts zu bekommen, sollte man vielleicht hinterfragen», stellte der 28-Jährige klar. «Normalerweise hat man auch nicht viele Fahrer, die genauer untersucht werden – in Barcelona waren es sechs. Dafür gab es einen Grund – das muss man sich für die Zukunft ansehen. Die Strafe war einfach sehr hart, in Sachen Performance hatte ich keinen Vorteil.»
Neben der Rückverletzung in Barcelona hatte Joan Mir bei den ersten sechs Rennwochenenden 2026 viele Stürze. In der WM-Tabelle liegt Mir derzeit mit elf Punkten auf Rang 18. «Ich bin momentan nicht in der besten Situation. Aber die Saison ist lang und wir haben Zeit, uns zu verbessern. Ich denke, dass es in vielen Momenten für uns unglücklich gelaufen ist – auch was dir Stürze in den Rennen angeht.»
Derzeit wird über eine Regeländerung für 2027 diskutiert – nämlich dass jeder Fahrer nur noch ein Motorrad anstatt zwei zur Verfügung hat. Was hält Joan Mir von dieser Idee? «Wenn ich nur noch ein Bike habe und die anderen zwei, dann ist das nicht gut. Wenn jeder eines hat, dann ist es okay», scherzte er. «In der Moto2 und Moto3 hatte ich auch nur ein Motorrad – es war kein Problem. Ich finde das nicht so schlimm.»
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