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Luca Cadalora wird 60: Glorreiche 500-ccm-Zeiten

Luca Cadalora holte drei WM-Titel in den kleinen Klassen und gehörte zu den Top-Fahrern der 500-ccm-Ära. Am heutigen Mittwoch feiert der Italiener seinen 60. Geburtstag. Wer seine Referenz war.

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Luca Cadalora, geboren am 17. Mai 1963 in Modena, gewann in seiner erfolgreichen Karriere drei WM-Titel: Einen mit Garelli 1986 in der 125-ccm-Klasse und zwei Titel in Folge 1991 und 1992 mit Rothmans-Honda in der 250-ccm-Kategorie. 1993 machte der Italiener den Schritt in die 500-ccm-Klasse.

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"Zu dieser Zeit war es schwer für einen italienischen Fahrer, denn alle Top-Teams waren voller Amerikaner, welche die Gesetze machten. Anfangs war das nicht einfach, denn wir mussten ein paar Änderungen am Set-up des Bikes vornehmen. Doch mit etwas Geduld kamen wir nach vorne, ich holte den ersten Sieg in Donington. Er markierte einen Wendepunkt für mich, denn es war sehr befriedigend, sich gegen diese Jungs durchzusetzen. Die Rennen mit ihnen waren sehr aufregend, aber ich ließ mich nie einschüchtern. Ich habe versucht, so viel wie möglich von den anderen Fahrern zu lernen, die viel mehr Erfahrung hatten als ich."

In seinem zweiten Jahr auf der Marlboro-Yamaha war Cadalora dann Vizeweltmeister hinter dem überragenden Mick Doohan (Honda).

Cadalora galt als bester italienischer Pilot in der Königsklasse, bevor Valentino Rossi und Max Biaggi sich ihren Weg nach oben bahnten. Er gewann übrigens auch das letzte 500-ccm-Rennen auf dem alten Kurs von Misano 1993, genau 0,358 sec vor Doohan.

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"Seit meiner 250er-Zeit war Eddie Lawson mein Referenzpunkt. Ich hatte das Glück, ihn gut zu kennen. Er fuhr schon gegen Agostini in der 500-ccm-Klasse, und er inspirierte mich nicht nur durch sein Verhalten, sondern auch durch seine Set-up-Arbeit und seinen Stil auf der Strecke. Ich habe versucht, so viel wie möglich von ihm zu lernen", blickte Cadalora im Interview mit motogp.com auf die glorreichen Zweitakter-Zeiten zurück.

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"Danach fuhr ich gegen Schwantz und Rainey, der mein Teamkollege und einer der stärksten Fahrer war, gegen die ich je fahren durfte. Nach Raineys tragischem Unfall wurde Mick Doohan mein stärkster Konkurrent. Als Mensch war er großartig, immer höflich und nett, aber als Gegner auf der Strecke war er sehr hart. Manchmal bekam ich die Genugtuung ihn zu schlagen, aber meistens musste ich mich mit dem zweiten Platz hinter ihm zufrieden geben."

Acht seiner total 34 GP-Siege feierte Cadalora in der "premier class". Insgesamt sammelte der nun 60-Jährige 72 Podestplätze und 29 Pole-Positions über alle Klassen.

Jahrelang war er Werksfahrer bei Yamaha und Honda in der 500er-WM, schließlich landete er 1999 bei MuZ-Weber; im Jahr 2000 schloss er seine GP-Karriere als WM-27 auf der Dreizylinder-Modenas im Team Roberts nicht besonders ruhmreich ab. Nach seiner aktiven Karriere half der Tüftler Cadalora Yamaha bei der Entwicklung des neuen R1-Superbikes und kehrte schließlich als Coach von Valentino Rossi 2016 für ein paar Jahre ins GP-Paddock zurück.

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