MotoGP auf dem Sachsenring: Fankult wird zum Kulturerbe gekrönt
Die Fankultur im Rahmen des MotoGP-Events auf dem Sachsenring wurde in die Liste immaterieller Kulturgüter des Freistaates Sachsen aufgenommen. Die Vorverkaufszahlen 2026 sorgen für Vorfreude.
Vom 10. bis 12. Juli 2026 geht auf dem Sachsenring wieder der Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland über die Bühne. Das Event sorgte 2025 über die drei Tage hinweg für Schlagzeilen und die Rekordkulisse von 256.441 Fans. Das größte Einzelsport-Event Deutschlands hat mittlerweile eine weitere Dimension erhalten.
MotoGP-Event 2026: Bereits 90.000 Tickets verkauft
Auch der Ticket-Vorverkauf für 2026 läuft blendend. «Wir sind im Vorverkauf bei gut 90.000 verkauften Tickets», verrät Oeser. «Das entspricht einem Plus von etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.» Die Reise für das Kult-Event könnte aber noch weiter gehen: Der Freistaat Sachsen schlägt im neuen Auswahlverfahren nun vier Kulturformen für die Aufnahme in das «Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes» vor: neben der Fankultur auf dem Sachsenring sind dies die Porzellan-Tradition in Meißen, die Parkour-Bewegung und die Sebnitzer Kunstblumenproduktion. Über die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis entscheidet die Kulturministerkonferenz im Frühjahr 2027 – genau dann feiert der Sachsenring 100 Jahre Grand Prix!
Ein unabhängiges Expertengremium bei der Deutschen UNESCO-Kommission bewertet die eingereichten Vorschläge. Zur Erklärung: Die bundesdeutsche Listung des immateriellen Kulturgutes orientiert sich am UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes aus dem Jahr 2003. Mit einigen anderen Einträgen in die Liste ist die Zahl der Kulturgüter des Freistaates Sachsen nun auf 21 gewachsen.
In der Begründung für die Aufnahme in die Listung wird konkret so argumentiert: «Die Fankultur am Sachsenring steht für ein kulturelles Phänomen, das die Identität der Region um Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz in Sachsen prägt. Rund um den Motorrad Grand Prix hat sich in fast 100 Jahren Renngeschichte ein interkulturelles Festival entwickelt, das den Grand Prix zu einem kulturellen Phänomen macht. Zahlreiche Initiativen tragen diese einzigartige Fankultur und engagieren sich, um Geschichte und Festtradition zu bewahren.»
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