Ferrari siegt vor Cadillac bei Lone Star Le Mans in Austin
Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen gewinnen das fünfte Saisonrennen 2026 der Sportwagen-WM (FIA WEC) auf dem Circuit of the Americas in Austin/Texas. Aston Martin siegt in LMGT3-Klasse.
Ferrari ist der große Triumphator des 6h Rennens der FIA WEC in Austin. Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen setzten sich im 499P durch, nachdem bis kurz vor Schluss eigentlich Toyota schon wie der sichere Sieger aussah. «Es war ein wirklich unvorhersehbares Rennen, das wir schließlich gewinnen konnten, indem wir das Potenzial unseres Autos optimal nutzten und bei Strategie und Reifenmanagement hervorragende Arbeit leisteten», jubelte Nielsen. «Es ist fantastisch, auf die Siegerstraße zurückzukehren und so viele Punkte für die Weltmeisterschaftswertung mitzunehmen.»
Das Rennen begann zunächst der andere Werks-Ferrari von James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi von der Pole-Position aus. Giovinazzi bestimmte auch die Anfangsphase des Rennens und führte vor dem Cadillac V-Series.R von Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jack Aitken. Der am Ende siegreiche 499P von Fuoco/Molina/Nielsen konnte aber bereits in der ersten Rennstunde bis in die Top Drei nach vorne fahren.
Wie bei einem Langstreckenrennen üblich, gab es im weiteren Rennverlauf dann unterschiedliche Strategien, sodass diverse Hypercars Führungsluft schnuppern konnten. Einen kleinen Rückschlag erlebte zudem der Ferrari von Calado/Giovinazzi/Pier Guidi, als zu Rennmitte einige Sekunden beim Boxenstopp verloren gingen. Letztendlich übernahm später der Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries die Spitze.
Hydraulik-Problem für Toyota kurz vor Schluss
Doch elf Minuten vor Schluss gab es ein Hydraulik-Problem am TR010 Hybrid, sodass der Weg frei war zum Sieg für Fuoco/Molina/Nielsen. Rang zwei ging an den Cadillac von Bamber/Bourdais/Aitken. «Das ist ein wirklich fantastisches Ergebnis. Es war ein Rennen mit vielen Höhen und Tiefen sowie zahlreichen Unterbrechungen, Gelbphasen und Safety-Car-Einsätzen», meinte Aitken. «Wir pendelten ständig zwischen der Führung und hinteren Plätzen in den Top 10 hin und her, sodass schwer abzusehen war, wo wir am Ende landen würden. Doch wir haben uns durchgekämpft und uns einen fantastischen Podestplatz auf heimischem Boden gesichert.»
Dritter wurde der Alpine A424 von António Félix da Costa, Ferdinand Habsburg und Charles Milesi vor dem Aston Martin Valkyrie von Tom Gamble und Harry Tincknell. Die Top Fünf komplettierte der zweite Alpine von Jules Gounon, Frédéric Makowiecki und Victor Martin. In der LMGT3-Klasse setzte sich der Aston Martin Vantage AMR LMGT3 von Mattia Drudi, Ian James und Zacharie Robichon durch. Die FIA WEC macht nur eine kurze Pause. Das nächste Rennen steht bereits am 27. September 2026 im japanischen Fuji an.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



