MotoGP, Q2 in Mugello: Aprilia entzauberte Ducati, Pole für Bezzecchi!
Im zweiten MotoGP-Qualifying wendete sich das Blatt zugunsten von Aprilia Racing. WM-Leader Bezzecchi raste in Mugello mit Rekordtempo zur Pole-Position. «Diggia» auf 7 – Marquez bester Ducati-Pilot!
Bei traumhaften Bedingungen ging es um die MotoGP-Pole-Position zum Großen Preis von Italien auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Neben der 10er-Elite des Zeittrainings hatten sich KTM-Pilot Pedro Acosta und Trackhouse-Fahrer Raul Fernandez im Q1 den Zugang verdient. Das Bild zum Start des Q2 ließ zunächst keine Zweifel an der Ducati-Kompetenz in Mugello aufkommen. Mit Ausnahme von Marquez-Ersatz Pirro bei Gresini hatten sich als Desmo-Piloten direkt ins Q2 befördert. Dazu kamen nun zwei KTM mit Acosta und Bastianini, drei Aprilia mit Bezzecchi, Martin und Fernandez plus je ein Bike aus Japan. Für Honda hatte es lediglich Rookie Moreira unter die besten Zehn geschafft, überraschend auch Yamahas Beitrag zum entscheidenden Qualifying, Alex Rins. Doch das Blatt sollte sich entscheidend zugunsten des Projekts aus Noale wenden.
Als es zur ersten fliegenden Runde ging, führten die Ducati-Werksfahrer Bagnaia und Marquez das Feld an, dahinter Moreira und Acosta. Doch den ersten Aufschlag setzten ein Aprilia-Trio. Erst ging die Bestzeit an Bezzecchi, dann übernahm Fernandez und schließlich setzte Jorge Martin die erste Referenz: 1:44,284 min. Damit war der Spanier nur Zehntel über dem Rundenrekord von Marc Marquez.
Auf Platz 4 zunächst Fabio Di Giannantonio, vor Moreira und Morbidelli. Marc Marquez gelang im ersten Versuch die siebte Zeit, Pedro Acosta wurde auf Rang 9 notiert. Ganz hinten Bastianini und Rins.
Sechs Minuten vor der Flagge begann die letzte Offensive, um sich noch einmal zu verbessern. Das gelang zuerst Pecco Bagnaia – es ging von 10 auf 4. Dann eine Sensationsrunde von Marco Bezzecchi. Der WM-Leader verbesserte den Rundenrekord um 0,248 sec und schaffte auf der Bahn von Mugello die erste 1:43er-Runde auf zwei Rädern.
In den letzten zwei Minuten lag eine weitere Sensation in der Luft – Marc Marquez war auf Bestzeitkurs. Doch in den letzten beiden Sektoren lief der Weltmeister auf Acosta auf, Marquez verbesserte sich aber auf den starken vierten Platz und war damit bester Ducati-Pilot.
Fabio Di Giannantonio, der bis zum Q2 alle Sessions auf Platz 1 beendet hatte, lag im Finale ebenfalls auf Kurs für Reihe 1, verlor aber auch beim Sprint zur Linie einige Zehntel. Der Römer muss beide Rennen vom enttäuschenden siebten Platz beginnen.
Aprilia gelang damit die perfekte Revanche. Startreihe ist mit Bezzecchi, Fernandez und Martin komplett in Besitz von RS-GP-Piloten. Reihe 2 ist dann nur mit Ducati-Fahrern besetzt: Marquez, Aldeguer und Bagnaia. Während Moreira starker Achter wurde, landeten die KTM-Piloten auf 10 (Acosta) und 11 (Bastianini).
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