Nach heftigem Crash: Nicolo Bulega muss nächsten MotoGP-Test absagen!
Keine Entwarnung bei Nicolo Bulega: Nach seinem heftigen Sturz mit Ducatis MotoGP-850er muss der Superbike-WM-Leader den nächsten Test auslassen. Cremona hat jetzt Priorität.
Der
Bulega war am vergangenen Mittwoch in Mugello bei Entwicklungsfahrten mit Ducatis neuem MotoGP-Prototypen für die Saison 2027 schwer gestürzt. Anschließend wurde er zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnten zumindest Frakturen ausgeschlossen werden.
Zunächst sah es sogar danach aus, als könnte Bulega sein Testprogramm ohne größere Unterbrechung fortsetzen. Der zukünftige VR46-MotoGP-Pilot sollte am Montag nach dem Österreich-GP gemeinsam mit Marc Marquez und Fermin Aldeguer auf dem Red Bull Ring weitere Kilometer mit der neuen 850er abspulen. Daraus wird nun nichts.
Schulter reagierte nach dem Mugello-Crash
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag klagte Bulega über eine Entzündung beziehungsweise Reizung der Schulter. Daraufhin wurde gemeinsam mit Ducati entschieden, den für Montag geplanten Test abzusagen. Damit soll verhindert werden, dass Bulega die Beschwerden durch einen weiteren MotoGP-Test verschlimmert. Stattdessen erhält der Superbike-WM-Leader einige zusätzliche Tage zur Regeneration.
Das hat einen guten Grund: Bereits am kommenden Wochenende steht für Bulega mit dem Superbike-WM-Lauf in Cremona eines der wichtigsten Rennwochenenden der Saison bevor.
Nach seiner bislang dominanten Saison reist der Aruba.it-Ducati-Pilot mit einem komfortablen Vorsprung zum italienischen Heimrennen und besitzt die Möglichkeit, dort vorzeitig seinen ersten Titel in der Superbike-WM sicherzustellen.
Cremona hat für Ducati jetzt Priorität
Vor diesem Hintergrund wollen Bulega und Ducati offenbar kein unnötiges Risiko eingehen. Statt am Montag wieder auf die deutlich über 300 km/h schnelle MotoGP-Maschine zu steigen, soll sich der 26-Jährige vollständig auf seine Genesung konzentrieren.
Bis zum Beginn des Cremona-Wochenendes bleibt nicht viel Zeit. Bereits am Freitag stehen die ersten freien Trainings mit der Ducati Panigale V4R auf dem Programm. Für Bulega wäre ein Titelgewinn in Cremona der vorläufige Höhepunkt einer außergewöhnlichen Saison. Nach zwei Vizeweltmeisterschaften in seinen ersten beiden Superbike-Jahren steht der Italiener 2026 vor seinem ersten WM-Triumph in der höchsten seriennahen Klasse.
Gleichzeitig laufen längst die Vorbereitungen auf seine Zukunft. Bulega wird 2027 in die MotoGP wechseln und für das Pertamina-Enduro-VR46-Team eine Ducati Desmosedici GP pilotieren. Deshalb wurde er in diesem Jahr intensiv in die Entwicklung der neuen 850-ccm-Maschine eingebunden.
Bulega hat den Prototypen bereits mehrfach mit den neuen Pirelli-Reifen getestet und dabei wichtige Entwicklungsarbeit geleistet. Seine jahrelange Erfahrung mit dem italienischen Reifenhersteller aus der Supersport- und Superbike-WM macht ihn für Ducati besonders wertvoll.
Nach dem heftigen Mugello-Sturz muss diese Arbeit nun allerdings warten. Die Priorität ist eindeutig: Bulegas Schulter soll sich in den kommenden Tagen erholen, damit der WM-Leader in Cremona möglichst ohne körperliche Einschränkungen auf seine Panigale V4R steigen kann.
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