Brad Binder (6.) musste Sprit sparen: «Verdammtes Moto2-Mapping!»
Im Schatten von MotoGP-Sieger Pedro Acosta ging bei KTM der starke Auftritt von Brad Binder fast unter. Er erlebte ein wildes Rennen, in dem er den Speed wegen Sprit-Problemen kurz drosseln musste.
Brad Binder zeigte bei seinem letzten Auftritt für KTM auf dem Red Bull Ring in Spielberg ein starkes Rennen. Der Südafrikaner, der in der Saison 2027 in der Superbike-WM für BMW an den Start gehen wird, wetzte von Startplatz 11 nach vorn. Binder hatte nach einigen Runden auf Platz 6 bereits Weltmeister Marc Marquez unmittelbar vor sich – er konnte nach einem Fehler des Ducati-Stars sogar durchschlüpfen, ehe er selbst von Fermin Aldeguer mit der Gresini-Ducati geschnappt wurde.
Am Ende gewann Binder das Duell gegen Aldeguer, schnappte sich mit Platz 6 das bisher beste Saisonergebnis – beim Auftakt in Thailand und in Barcelona war er jeweils auf Platz 7 gefahren. Dem Spätbremser, der im August 2021 den legendären Sieg mit Slicks auf feuchter Piste geholt hatte, fehlten auf dem Red Bull Ring im Ziel etwas mehr als acht Sekunden auf seinen Teamkollegen Pedro Acosta. «Ich würde sagen, insgesamt war es ein erfolgreiches Wochenende – ich bin happy über mein bestes Saisonergebnis. Ich habe mein Bestes gegeben», fasste Binder zusammen.
Brad Binder: «Der Sturz im Warm-up hat nicht geholfen»
Dabei begann der Tag für Binder alles andere als gut. Im Warm-up stürzte er – so wie Acosta. «Der Sturz im Warm-up hat nicht geholfen», bestätigte der 31-Jährige. «Abgesehen davon war es aber ganz gut. Ich bin auch zufrieden mit der Pace, die wir im Rennen erreicht haben und happy über unsere Arbeit. Gratulation an das Team und auch an Pedro zu seinem ersten Sieg, er hat sich das wirklich sehr verdient!»
Binder selbst musste nach der Anfangs-Offensive zurückschrauben. «Ich hatte nie den Speed, um mit Ogura mithalten zu können. Als ich allein fuhr, bekam ich die Warnung wegen des Spritverbrauchs», erzählte BB33. Danach wurde das Rennen turbulenter. «Ich musste Benzin sparen und das verdammte Moto2-Mapping auswählen. Ich wurde von Marc und Aldeguer geschnappt, als würde ich stillstehen. Das war natürlich nicht ideal! Sobald es wieder möglich war, normal Gas zu geben, konnte ich wieder aufholen.» Der unterschiedliche Speed hat jedoch Auswirkungen auf dem Red Bull-Ring. Binder: «Man kommt dann so viel schneller an die Bremspunkte, dass man sich diese Referenzen wieder neu suchen muss. Aber es war definitiv mein bestes Wochenende der laufenden Saison.»
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