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Pirelli-Sportchef nach MotoGP-Debüt: «Sehr zufrieden»

Nur einen Tag nach dem offiziellen MotoGP-Test debütierten Pirelli-Slicks in der Königsklasse. In Misano kamen aktuelle Motorräder – aber mit spezieller «850er-Konfiguration» zum Einsatz. Auch ein Sprint wurde simuliert.

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Die mit Spannung erwartete Premiere von MotoGP hat den ersten Meilenstein genommen. Unmittelbar nach dem offiziellen Testtag auf dem Misano World Circuit rollten die Testpiloten aller Werke erstmals mit Pirelli-Gummis auf die Strecke.

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Für den dominierenden Hersteller der Weltmeisterschaft, Ducati, am Start: Test-Urgestein Michele Pirro, der auch am Montag die Desmosedici mit 2026er-Entwicklungsteilen bewegt hatte. Dazu gingen auf den Kurs: Augusto Fernandez für Yamaha, KTM-Test-Ass Dani Pedrosa, Takaaki Nakagami für Honda sowie Aprilia-Pilot Lorenzo Savadori, der den offiziellen Testtag am Montag ausgelassen hatte.

Laut Pirelli-Testplan wurden jedem Testteam sieben Reifensätze zur Verfügung gestellt, davon zwei verschiedene Vorderrad-Typen plus drei Hinterrad-Versionen. Pirelli brachte im ersten Ansatz Reifen für die aktuell gängigen Räderdimensionen nach Misano – 17 Zoll Durchmesser im Durchmesser mit einer Breite von 4 Zoll vorne und 6,25 Zoll hinten.

Die neuen Pirelli-Reifen wurden gemäß den Vorschriften mit den Motorrädern getestet, die in der aktuellen Saison zum Einsatz kommen. Aber: Um dem dann ab 2027 mit Pirelli-Reifen verwendeten Prototypen mit dann nur 850 ccm näher zu kommen, wurden die hinteren Höhenverstellungen deaktiviert. Zusätzlich kamen auch bereits teilweise aerodynamisch angepasste Verkleidungen zum Einsatz.

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Glück hatte Pirelli mit dem Wetter. Bei überwiegend trockener Piste und Asphalttemperaturen bis maximal 43 Grad ging die Premiere wie geplant über die Bühne und viele Daten flossen in die Rechner der Pirelli-Mannschaft.

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Da es sich bei dem Test um einen privaten Entwicklungstest des zukünftigen Reifenausrüsters handelte, durften über die Teams keinerlei Aussagen zur Leistung der Reifen das Fahrerlager verlassen. Auch aufgrund der verwendeten Spezifikationen mit deaktiviertem Ride-Height-Device herrscht keine direkte Vergleichbarkeit in Sachen Rundenzeiten.

Rennsport-Chef Giorgio Barbier veröffentlichte nach dem ersten Test ein von großem Optimismus gezeichnetes Statement: "Der Test in Misano war der erste Schritt bei unserer Rückkehr in die Weltmeisterschaft, und wir sind sowohl mit der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen unseren Ingenieuren und allen Teams und Fahrern der Testteams als auch mit der Reifenleistung sehr zufrieden. Der Test verlief gemäß dem Fahrplan, der auch eine Sprintrenn-Simulation umfasste, und die ersten Rückmeldungen sind sehr ermutigend – dieser Test hat eine Vielzahl von Daten geliefert."

Der Italiener unterstrich weiter: "Die am meisten geschätzten Eigenschaften sind definitiv Grip, Aufwärmgeschwindigkeit und Vertrauen. Wir haben beschlossen, die MotoGP mit derselben Philosophie anzugehen, die uns im Motorradrennsport seit jeher auszeichnet – auch wenn die Reifen laut Vorschriften ausschließlich für die Königsklasse bestimmt sein müssen. Außerdem wollen wir die Technologien und Prozesse nutzen, die wir im Laufe der Jahre in der Produktion konsolidiert haben – zum Nutzen der Motorradfahrer auf der ganzen Welt."

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Pirelli bestätigte auch, dass die Pirelli-Reifen für die MotoGP im deutschen Werk des Unternehmens in Breuberg hergestellt werdent, in dem auch alle Radial-Rennreifen für Motorräder als auch Reifenmodelle für den Straßenverkehr produziert werden.

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