Marco Bezzecchi im Freudentaumel: «Fällt mir schwer, es in Worte zu fassen»
Aprilia-Ass Marco Bezzecchi ist zurück auf dem Podium. Der Ex-WM-Führende fuhr im MotoGP-Sprintrennen in Silverstone nach starkem Kampf auf den dritten Rang beim Zieleinlauf und war erleichtert.
Die Tränen kullerten bei Marco Bezzecchi nach dem MotoGP-Sprint in Silverstone, Tränen der Erleichterung.
Nur wenige Momente vorher hatte der Aprilia-Pilot das Samstagsrennen auf dem dritten Platz abgeschlossen – gleichbedeutend mit dem ersten Podestplatz für den Italiener seit dessen drittem Platz im Sprintrennen im ungarischen Balaton Park. Zwei Monate her war dies inzwischen, und in den Rennen dazwischen hatte der Mann mit der Startnummer 72 stattdessen mit Stürzen zu kämpfen, wurde nach einem Ausraster für ein Rennen gesperrt und musste verletzungsbedingt aussetzen – die ehemals souveräne WM-Führung ging dahin.
Stattdessen liegt Teamkollege Martin inzwischen ganz vorn in der Gesamttabelle. Eine Situation, die an den Nerven von «Bezz» zehrte, wie dieser im Rahmen der Podiumszeremonie nach dem Silverstone-Sprint vor den Mikros durchblicken ließ: «Wie ihr euch vorstellen könnt, war die Phase, die ich zuletzt durchlebt habe, sehr hart! Deswegen war es wichtig, sich nach der Sommerpause die Freude am Motorradfahren wieder zu erarbeiten.» Der Start nach der Unterbrechung zurück in den Rennalltag gelang dem zehnmaligen MotoGP-Sieger in Silverstone.
Die Tagesbestzeit und gleichzeitig der Streckenrekord standen zu Beginn des Rennwochenendes zu Buche. Das Qualifikationstraining endete mit dem fünften Startplatz und das Sprintrennen nach starkem Kampf auf dem dritten Platz, gleichbedeutend mit der Eroberung des dritten WM-Rangs – zumindest über Nacht. Diesen schnappte sich Bezzecchi von Ducati-Speerspitze Marc Marquez, den er nach fünf von zehn Runden vom dritten Rang im Rennen verdrängte. Schon kurz nach dem Start gerieten der Ducati-Star und der Ex-VR46-Pilot aneinander, zu diesem Zeitpunkt noch mit dem besseren Ende für die Nummer 93.
Nach Runde fünf übernahm Bezzecchi den vierten Rang, bevor er in der siebten Runde auch Fabio Di Giannantonio hinter sich ließ und damit ein abermals rein aus Aprilia-Piloten bestehendes Podium sicherte. Ein Podiumsplatz mit großer Bedeutung für den 27-Jährigen: «Ich bin sehr glücklich! Aber es fällt mir schwer, meine Gefühle in diesem Moment in Worte zu fassen. Deswegen möchte ich einfach ein dickes Dankeschön an mein Team richten und an die Menschen in meinem nahen Umfeld, denn die hatten es zuletzt nicht einfach mit mir!»
Durch den dritten Rang hat Marco Bezzecchi vor dem Grand Prix am Sonntag in Silverstone 193 Punkte auf dem Konto und damit zwei Zähler mehr als Marc Márquez. Auf Markenkollege Ai Ogura fehlen dem Italiener zehn Zähler, auf Jorge Martin insgesamt 27 Punkte.
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