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Pol Espargaró: Nach Kritik von Pit Beirer besser?

«Pol hat sich in der harten MotoGP-Lige manchmal nicht gut genug verkauft», sagt KTM-Rennchef Pit Beirer. Er verrät, was er dem Spanier vor dem Valencia-GP eingetrichtert hat. Marc Márquez diente dabei als Vorbild.

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Nach dem Sturz von Pol Espargaró im FP3 von Aragón im September 2018 kritisierte KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer, der Spanier seit das Opfer zu kurzer Konzentrationsphasen, seine Stürze würden meist nach langsamen Runden passieren – er meinte damit auch die Stürze beim Sepang-Test und im Warm-up von Brünn.

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Doch Red Bull KTM-Werksfahrer widersprach und ließ diese Vorwürfe im SPEEDWEEK.com-Interview nicht auf sich sitzen.

Pit Beirer schmunzelt inzwischen bei diesem Thema, denn die Performance von Pol beim Valencia-GP hat ihn längst wieder zufriedengestellt, die Enttäuschung vom Aragón-GP ist längst wieder verflogen. "Pol widerspricht mir? Das soll er nicht zu oft machen… Das hat noch keinem gutgetan", lacht der ehemalige Motocross-Weltklassefahrer, der nach dem 18. KTM-Triumph bei der Rallye Dakar und dem Supercross-Sieg von Neuling Cooper Webb in Anaheim 2 erfolgreich in die neue Saison gestartet ist.

"Nein, ich stehe zu meiner Kritik. Pol hat sich 2018 zum Teil in dieser unbarmherzigen Liga, in der wir in der MotoGP spielen, nicht gut genug verkauft", ist Beirer überzeugt. "Es gibt einen Riesenunterschied zwischen den Rennen, bei denen wir uns geärgert haben, zum Valencia-GP. Man muss sich nur anschauen, in wie vielen Runden Pol am Valencia-Wochenende auf Zug war. Er hat am Freitag von der ersten Runde weg Spaß gehabt, er ist draußen geblieben, er ist auch mit den Regenreifen in den Training fünf, sechs, sieben schnelle Runden gefahren. In der MotoGP ist es genau so wie in allen anderen Sportarten. Du kannst nur besser werden, indem du trainierst. Ich bleibe dabei: Pol ist im Vorjahr an einem Rennwochenende zu wenig schnelle Runden gefahren. Er hat immer versucht, aus der Hüfte zu schießen und eine schnelle Runde abzuliefern. Er war dann brutal enttäuscht, wenn es nicht geklappt hat. Es war immer so eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das erfolgreiche Valencia-Wochenende ist sinnvoller aufgebaut worden: rausfahren, schnell fahren, viele schnelle Runden drehen."

Beirer weiter: "Wenn ich pragmatisch veranlagt bin und in diesem Sport richtig gut werden will, muss ich mal mit einem Auge rüberschauen und überlegen: ‚Was macht eigentlich ein Marc Márquez das ganze Wochenende?‘ Und der fährt, ob es regnet, ob es warm oder kalt ist, er versucht, mit dem Motorrad und dieser Strecke eins zu werden. Das haben wir bis Valencia 2018 nicht geschafft. Deshalb haben wir mit Pol viele intensive Gespräche geführt. Ich denke, dass diese Gespräche ein bisschen gefruchtet und zum Aufwärtstrend beim Finale beigetragen haben. Es gab Gründe, warum wir in Valencia besser waren als je zuvor."

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Deshalb hofft Pit Beirer auf einen weiteren Aufwärtstrend mit dem neuen Fahrerduo Johann Zarco und Pol Espargaró. Er rechnet damit, dass sie die beiden Werksfahrer gegenseitig anspornen.

"Auch wenn mir der Pol bei meiner Kritik nicht recht gibt. Aber beim Kartenspiel sticht der Ober den Unter. Wir haben ihm deshalb schon klar eingeredet, was wir uns erwarten. Das haben wir analysiert. Dabei war auch Teammanager Mike Leitner hundertprozentig auf meiner Seite. Das haben wir Pol dann richtig eingetrichtert. Er hat es verstanden. Und es ist ja schön, wenn man die Fortschritte beim letzten Rennen noch so in die Winterpause mitnehmen kann. Wir haben jetzt den Beweis, dass die neue Methode besser funktioniert. Darauf bauen wir für die kommende Saison auf."

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