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Taka Nakagami: «MotoGP-Bike hilft dem Fahrer zu sehr»

LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami spricht im Interview mit SPEEDWEK.com über die Entwicklung der MotoGP-Bikes in den vergangenen Jahren und seine Hoffnung für 2024.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Takaaki Nakagami geht in die zweite Hälfte der MotoGP-Saison 2023, ohne zu wissen, ob er im nächsten Jahr noch in der Königsklasse antreten wird oder nicht. Schon im Vorjahr wurde darüber spekuliert, ob er seinen Platz verlieren würde, letztendlich ermöglichte ihm HRC aber eine sechste Saison bei LCR.

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Ein MotoGP-Podestplatz fehlt dem 31-jähriger Japaner noch, in dieser Saison liegt er nach acht Grand Prix gar nur auf dem 16. WM-Rang. Immerhin hat er als Einziger der vier Honda-Stammfahrer in diesem Jahr noch keinen Grand Prix verpasst.

Taka, ist die MotoGP für dich mittlerweile mehr Arbeit als Vergnügen?

Ich genieße es noch immer, aber klar, wenn das Ergebnis gut ist, fällt einem das Genießen leichter. Wir leiden, wir geben alles und sind außerhalb der Top-10. Wenn das deinem Anspruch entspricht, dann ist es in Ordnung; wenn dein Anspruch die Top-10 sind, geht es auch noch – wir sind aber hier, um Rennen zu gewinnen… Und im Moment sind wir davon weit entfernt. Wenn du nicht auf dem Treppchen stehst, hast du jeden Grund, dich zu beklagen.

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Du bestreitest deine sechste MotoGP-Saison. Wie haben sich die Fahrweise und das Motorrad in dieser Zeit verändert?

Beides hat sich stark verändert und verändert sich auch immer noch. Die Entwicklung ist vorangeschritten, die Zeiten werden immer schneller. Man sieht es auch anhand des Top-Speeds – ein Fahrer einer anderen Marke hat erst 366 km/h erreicht. Das ist verrückt. Die Bikes haben mehr Flügel, mehr Fahrhilfen… Ich erinnere mich noch daran, als ich zum ersten Mal auf ein MotoGP-Bike gestiegen bin. Das war 2018 und zu der Zeit gab es noch keine großen Flügel oder Devices, nichts.

Das Fahren war simpler. Es war schwieriger, weil man sehr auf die Front achten musste in der Beschleunigung. Wenn man die Power vergleicht, dann kannst du jetzt mehr nutzen, durch den verbesserten Grip und die erhöhte Wirkung der Aerodynamik. Du wirst immer schneller, aber wenn es um das Gefühl geht, das der Fahrer früher gespürt hat, dann bevorzuge ich die ‘Old school’-Variante. Denn am Ende wurden die Anstrengungen, die der Fahrer unternommen hat, auch belohnt. Jetzt ist es anders.

Maverick Viñales sagt, dass die Motorräder nun viel einfacher zu fahren sind.

Ja, wegen der Elektronik. Alles hat sich verbessert: Das Motorrad, der Motor, der Grip… Auf den meisten Strecken gibt es keine Probleme mit der Wheelie-Neigung. Ich persönlich mag das nicht.

Es ist jetzt ganz anders. Ich erinnere mich an mein erstes Jahr in der MotoGP. Jedes Mal bekam ich im Kurvenausgang Panik, dass ich nicht rechtzeitig für die nächste Kurve bereit sein würde. Das Vorderrad war immer in der Luft, ich musste mich mit meinem ganzen Körper nach vorne werfen, um die Front wieder auf den Boden zu bekommen.

Jetzt drückst du einen Hebel und das war’s. Ich bleibe in der Position, in der ich bin, und muss meinen Körper nicht verlagern. Ich verstehe also, was Maverick meint. Denn es ist, wie soll man sagen – zu einfach, das Motorrad hilft zu sehr.

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Werden wir dich im nächsten Jahr noch in der MotoGP sehen?

Ich hoffe es, das ist meine Priorität. Erstens möchte ich mein Potenzial mit der Honda zeigen und zweitens möchte ich helfen. Wir befinden uns in einem schwierigen Moment. Ich will helfen, weil ich viel Erfahrung habe.

Wenn sie mir helfen können, kann ich ihnen helfen… Sobald wir die guten Komponenten bekommen, glaube ich, dass die Honda Potenzial hat.

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