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Unverständnis bei Pit Beirer (KTM): Wie ein Lauffeuer

KTM-Rennchef Pit Beirer hat extrem herausfordernde Monate hinter sich, in denen es viel Erklärungsbedarf gab. Auch gegenüber seinen MotoGP-Piloten hat er versucht, so offen wie möglich zu kommunizieren.

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Seit dem Ende der MotoGP-Saison 2024 Mitte November hat sich für KTM die Welt verändert. Über den Stand des Sanierungsverfahrens in Eigenverantwortung sind regelmäßige Leser von SPEEDWEEK.com bestens informiert, welche Ideen die Rennabteilung für eine sichere Zukunft hat, schilderte Sportchef Pit Beirer im Exklusiv-Interview zu Weihnachten.

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Am 20. Dezember verlautbarte KTM, dass die MotoGP-Saison 2025 gesichert ist, mit Pedro Acosta, Brad Binder, Enea Bastianini und Maverick Vinales haben die Österreicher ein schlagkräftiges Quartett, das am 30. Januar offiziell vorgestellt wird. Dann werden auch die RC16 im neuen Design gezeigt, dieses Jahr treten beide Teams mit Energy-Drink-Gigant Red Bull als Hauptsponsor an.

Für Beirer waren es bewegende und herausfordernde Monate. "Was mich beschäftigt hat, war der 20. Dezember", erzählte der ehemalige Motocross-Vizeweltmeister der 250er-Klasse dem Autor dieses Texts. "Das war damals ein Meilenstein für uns, ein großartiges Ereignis, dass es im Rennsport weitergeht. Und kurz darauf kamen die Meldungen, dass die MotoGP im Restrukturierungsprogramm ist. Alles, was Geld kostet, ist momentan im Restrukturierungsprogramm. Wir müssen überall, wo es geht, Kosten sparen. Motorsport und KTM gehören untrennbar zusammen. Es ging dann herum wie ein Lauffeuer, dass wir wahrscheinlich aus der MotoGP aussteigen. Wir haben daraufhin kurzfristig bestätigt, dass wir 2025 in allen Sportarten, die wir genannt haben, dabei sind. Dann wartest du eine Stunde und es kommt wieder das ganze Netz daher mit den Informationen, dass wir 2026 aussteigen. Das ist echt mühsam. Lasst doch einfach mal eine positive Meldung stehen."

Seit dem 20. Dezember waren alle MotoGP-Fahrer bei KTM in der Firma, den Anfang machte Ausnahmetalent Acosta. "Er fragte, ob wir im Büro sind und arbeiten", erinnerte sich Beirer. "Ich sagte ihm klar – zwei Tage später saß er mit seinem Manager bei mir im Büro, hat sich das angeschaut und gesehen, dass die Rennabteilung intakt ist und die Leute fleißig arbeiten. Er wollte sich die Testergebnisse aus Jerez genau anschauen, ist beruhigt wieder nach Hause gefahren und kümmerte sich seither um sein persönliches Training. Wenn die Fahrer etwas wissen wollen, können sie mich jederzeit erreichen und auch besuchen. Alle haben von mir das Angebot bekommen, dass sie persönlich mit mir reden können."

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Da schmerzten Berichte aus Spanien und Italien, Acosta werde spätestens 2026 auf einer Ducati sitzen, besonders. "Ich hatte wenig Zeit, um über so etwas nachzudenken", räumte der KTM-Sportchef ein. "Pedro Acosta ist mit uns über den Rookies-Cup auf die Weltmeisterschaftsplattform gekommen und wurde mit uns Moto3- und dann Moto2-Weltmeister. Er hat auf dem MotoGP-Bike unglaubliche Highlights rausgehauen und wir fühlen uns ihm sehr nahe. Natürlich machen sich die Fahrer Sorgen, wenn sie solche News hören. Wenn so eine Nachricht einschlägt, ist es schwierig, mit allen Fahrern gleichzeitig zu reden. Die Fahrer vertrauen uns und geben uns auch sehr viel Kraft und Zuspruch."

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Vom 5. bis 7. Februar ist beim IRTA-Test auf dem Sepang International Circuit das erste Kräftemessen, dann werden KTM und seine Fahrer wissen, wo sie sportlich stehen und ob sich die technischen Entwicklungen bewähren.

Dass die Rennabteilung nach wie vor sehr schlagkräftig ist, hat sie mit dem Sieg von Daniel Sanders bei der Rallye Dakar bewiesen. Erfolge in der SuperEnduro-WM und in der US-Supercross-Meisterschaft zeugen ebenfalls davon.

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