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Euro Moto Sportbike: Tobias Kitzbichler – neues Talent aus Österreich
Auf der Strecke konnten Stepan Zuda und Jakob Rosenthaler bei der Euro Moto Most ihren Titelkampf in der Sportbike nicht austragen. Zuda holt Heimsieg, Rosenthaler muss zuschauen.
Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius in der Luft und mehr als 65 Grad Asphalttemperatur verwandelten das Euro Moto-Wochenende im tschechischen Most in eine echte Hitzeschlacht. Mensch und Material wurden über das gesamte Rennwochenende bis an ihre Belastungsgrenzen gefordert. Dennoch kehrt das Team Freudenberg Rora-Paligo Racing mit einem Sieg, einem dritten Platz und zahlreichen wichtigen Entwicklungsdaten zufrieden nach Hause zurück.
Mit den vier Sportbike-Piloten Stepan Zuda, Ruben Bijman, Mika Siebdrath und Luis Rammerstorfer präsentierte sich das sächsische Team bereits in den freien Trainings in hervorragender Form. Auf der Triumph Daytona 660 zeigte sich das Quartett von Beginn an konkurrenzfähig. Insbesondere Zuda und Bijman etablierten sich früh in der Spitzengruppe und unterstrichen die Ambitionen für das Wochenende. Auch das Qualifying verlief nahezu perfekt: Zuda sicherte sich vor heimischem Publikum die Pole Position. Dahinter komplettierten Ruben Bijman auf Platz 4, Mika Siebdrath auf Rang 5 sowie Luis Rammerstorfer auf Position 6 ein geschlossen starkes Mannschaftsergebnis.
Das erste Rennen am Samstag stand ebenfalls unter extremen Wetterbedingungen. Jedoch sorgten zwei Rennabbrüche innerhalb kürzester Zeit für einen vorzeitigen Abbruch des Rennens. Für keinen der Fahrer wurden Punkte vergeben. Aufatmen in Österreich bei Jakob Rosenthaler. Denn der musste verletzungsbedingt pausieren und konnte nur zuschauen, wie ihm als Tabellenerstem die Konkurrenten die Punkte abgraben wollten.
Am Sonntag warteten zur Mittagszeit noch extremere Bedingungen auf die Fahrer. Um die Belastung etwas zu reduzieren, wurde rund um die Strecke und in der Boxengasse permanent Wasser verteilt und versprüht. Dennoch verlangte das Rennen allen Beteiligten alles ab. Unbeeindruckt davon zeigte Zuda eine starke Vorstellung. Der Tscheche kämpfte in der Führungsgruppe über die gesamte Distanz und feierte auf seiner Heimstrecke vor heimischem Publikum einen emotionalen Sieg.
Teamkollege Ruben Bijman lag ebenfalls aussichtsreich in der Spitzengruppe, musste das Rennen nach einem unverschuldeten Sturz jedoch vorzeitig beenden. Für den nächsten Höhepunkt sorgte Mika Siebdrath. Mit einer konstant starken Leistung fuhr der junge Deutsche auf Rang 3 und machte damit das Doppelpodium für Freudenberg Rora-Paligo Racing sowie sein erstes Euro Moto-Podium perfekt. Luis Rammerstorfer verlor nach einem Ausritt ins Kiesbett wertvolle Zeit, kämpfte weiter und erreichte das Ziel auf Platz 13.
«Das ganze Wochenende haben wir mit diesen extremen Bedingungen gekämpft», musste auch Zuda zugeben. «Ich habe versucht, mich mit allem, was möglich war, herunterzukühlen, damit ich für die Sessions fit bin. Vom Training bis zum Qualifying haben wir noch einmal etwas gefunden, das mir sehr gut gelegen hat. In beiden Rennen habe ich mich super gefühlt und wusste, dass ich um den Sieg kämpfen kann. Der Sieg hier zu Hause ist einfach großartig. Danke an Carsten und mein Team – sie haben einen Mega-Job gemacht.»
So ganz nebenbei holte er damit auch die Tabellenführung. Doch Rosenthaler bleibt dran. Ende des Monats wollen sie ihren Titelkampf fortsetzen, dieses Mal auf der Strecke.
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