Vorjahressieger Francesco Bagnaia: In Texas kurz vor einem Ausraster
Nach dem einstündigen MotoGP-Zeittraining zum US-Grand-Prix für Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia die Welt in Ordnung. Doch es hatte nicht viel gefehlt und der Sieger von 2025 wäre ausgeflippt.
Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia gilt als großer Fan des anspruchsvollen Circuit of the Americas – und als Schnellstarter. So war es keine große Überraschung, dass die GP26 mit der Nummer 63 sowohl im freien Training als auch im entscheidenden Zeittraining jeweils mit der ersten Referenzzeit aufwartete. Während des FP1 ging es dann konstant nach hinten. Nach 45 Minuten fehlten immerhin 0,7 sec auf KTM-Ass Acosta. Und: Bagnaia, der tapfer seine Runden gedreht hatte, fand sich auch hinter Marc Marquez wieder, obwohl der Champion einen weiteren Highspeed-Crash zu verdauen hatte.
Im Zeittraining gab es Parallelen, wobei der Teamkollege diesmal ohne Abflug auskam und die Session ganz an der Spitze beendete. Bagnaia hatte zunächst wieder vorgelegt und war dann bis ins hintere Mittelfeld zurückgefallen. Die Sache wurde gar zum Krimi. Sieben Minuten vor der Flagge machte sie Bagnaia, um von Platz 15 wieder nach vorne zu stoßen, doch erst mit noch 1:55 min auf der Anzeige gelang der Sprung in Q2.
Der in Pesaro lebende Athlet aus Turin war nach der Flagge und Platz 8 aufgewühlt: «Was für ein Tag. Das Gefühl war ja von Beginn an gut und das in beiden Sessions. Ich bin schnell reingekommen, aber um sich konstant vorne zu halten, dafür hat es dann doch noch gefehlt. Wenn ich es nicht mehr geschafft hätte, ins Q2, ich denke, ich hätte in der Box ein ziemliches Chaos veranstaltet.»
Der Doppelweltmeister weiter: «Ich wusste während der ganzen Session, dass ich den Speed habe, um unter die ersten 3 zu fahren. Doch der erste Versuch, mich zu verbessern, scheiterte, weil wir ein kleines Problem mit dem Bike hatten. Da ich dann nur noch einen Versuch hatte, konnte ich auch nicht volles Risiko gehen. Es ging darum, in jedem Fall ins Q2 zu kommen, also wollte ich auch nicht stürzen.»
Doch die Runde saß. Mit einer 2:01,3 min verlor Bagnaia gut vier Zehntel auf die Bestzeit des Teamkollegen. Mit Position 8 war der Ducati-Werksfahrer angesichts der Verhältnisse zufrieden. «Eigentlich waren die Bedingungen ja sehr gut, aber der Wind und die hohen Temperaturen haben es doch nicht so leicht gemacht. Ich fühle mich aber wohl, doch ich möchte vorsichtig bleiben. Denn auch in Goiania hatte ich dieses Gefühl. Ich denke, wenn ich mich so auch weiterhin in Austin fühlen will, dann müssen wir noch einen Schritt setzen.»
In Brasilien war Pecco als Neunter ebenfalls direkt in Q2 gelangt. Dort blieb «Go free» aber auf Rang 11 hängen, was einen Durchbruch nach vorne bei den Rennen verhinderte.
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