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Wie die Kräfteverhältnisse in der neuen Women’s Circuit Racing World Championship sein werden, lässt sich nicht seriös einschätzen. Einen steilen Aufstieg hat schon jetzt die Französin Emily Bondi hinter sich.
Als Teenagerin lebte Emily Bondi mit ihren Eltern für fünf Jahre in China und bewegte sich dort mit E-Scootern von A nach B. Ein richtiges Motorrad fuhr sie erst mit 18 Jahren, als sie nach Frankreich zurückkehrte. Von dem Tag an ging es Schlag auf Schlag. Denn ihr Fahrlehrer war der ehemalige Rennfahrer Philippe Monnere, der ihr Talent früh erkannte und sie auf die Rennstrecke brachte.
"Es war eine kleine Kart-Strecke und ich habe mein Motorrad am Ende des ersten Tages zerstört", verriet die 22-Jährige. "Es wurde dort dann zu gefährlich, weil ich immer schneller werden wollte. Philippe brachte mich danach Le Castellet und es war Liebe auf den ersten Blick – ich wollte nur noch auf solchen Strecken fahren. Ich hatte gerade erst angefangen, aber ich habe immer groß gedacht."
Später ergab sich eine Zusammenarbeit mit Xavier Simeon, der 2009 den Superstock-1000-Cup im Rahmen der Superbike-WM gewann und 2018 eine Saison in der MotoGP fuhr. Unter der Anleitung des 34-Jährigen bestritt Bondi 2023 mit dem französischen Women’s Cup erstmals eine Rennserie – und gewann ihn auf Anhieb.
Simeon lobt seinen Schützling in höchsten Tönen.
"Wir haben diese verrückte Rennfahrerin vor einem Jahr entdeckt. Dieses Mädchen ist einfach ein Phänomen", sagte der Belgier. "Lasst uns in Zukunft ein Auge auf sie haben. Sie wurde französische Meisterin im Women's Cup in ihrem ersten Wettkampfjahr. Und jetzt wird bei der ersten Weltmeisterschaft der Frauen im Rahmen der seriennahen Weltmeisterschaft dabei sein. Es ist mir eine große Freude, sie zu coachen und mit ihr diese große Herausforderung anzunehmen."
Bondi wird für das Team YART Zelos Black Knights fahren, eingesetzt wird in der Frauen-WM die Yamaha R7 als Einheitsmotorrad.
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