Superbike WM • Neu
Yamaha feiert neunten Platz – hinter sieben Ducati und einer Kawasaki
Beim dritten Meeting zur Motorrad-Frauen-WM (WorldWCR) in Ungarn zeigte sich Lucy Michel formverbessert. Startplatz 15 gab Anlass zur Hoffnung auf Punktgewinne, doch in den Rennen kam es anders.
Beim dritten Saisonevent der Frauen-Weltmeisterschaft im Rahmen der Superbike-WM 2026 auf dem Balaton Park Circuit in Ungarn war bei Lucy Michel im Qualifying mit Startplatz 15 ein Aufwärtstrend zu erkennen. Punkte in beiden Läufen schienen in Reichweite, doch es kam anders.
Am Samstag musste das erste Rennen nach einem Sturz der Französin Emily Bondi in der ersten Kurve der Besichtigungsrunde abgebrochen werden, bevor dieses richtig gestartet wurde. Zum Neustart war die 21-jährige Lucy Michel aus Schwarzbach im Erzgebirge etwas irritiert, wie sie später zugab, und vermasselte diesen. Nach dem sie bis auf die 21. Position zurückgefallen war, holte sie sich einen Platz nach dem anderen zurück, doch im
Im zweiten Lauf am Sonntag verteidigte sie ihren ordentlichen Startplatz erfolgreich und lag nach der zweiten Rennrunde sogar an der 14. Stelle. Danach ging es für sie mit der umgekehrten Tendenz zum Samstag stückweise zurück, bis sie am Ende mit Rang 18 vorliebnehmen musste. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte sie anschließend: «Im ersten Rennen bin ich zu spät losgefahren und wurde dann in der ersten Kurve ein bisschen eingekeilt. Das hat dann halt gedauert, bis ich das wieder aufgeholt habe.»
Zum zweiten Rennen erläuterte Michel: «Da habe ich den Start getroffen, aber im Laufe des Rennens leider meinen Bremsdruck ein bisschen verloren. Dazu bekam ich noch Reifenprobleme. Das lief dann alles leider nicht so gut. Dass ich dadurch einige Plätze verloren habe, ist ärgerlich, ich kann nur beim nächsten Rennen wieder angreifen.»
So ärgerlich es mit den möglichen, jedoch wieder entgangenen Punkten auch war, nahm sie auch Positives vom Plattensee mit. «Es ist eine starke Konkurrenz, aber ich denke, dass wir uns vor allem mit dem Quali gut geschlagen haben. Nach meinem schlechten Start im ersten Rennen konnte ich wieder ganz gut aufholen und bin auch endlich eine schnellere Zeit als letztes Jahr hier gefahren.»
Ihr Motto für die nächsten Wochen bis zu den Rennen Mitte Juni in Misano lautet: «Den Kopf nicht in den Sand stecken und weiterkämpfen. Bis dahin werden wir wohl noch mal testen gehen. Fix geplant ist noch nichts, aber da wird sich schon noch was ergeben.»
Dazu steht ihr von ihrem Team TSL-Racing von Stefan Laux ein dem WorldWCR-Einheits-Motorrad Yamaha YZF-R7 baugleiches Trainingsbike zur Verfügung. «Somit können wir schon Sachen testen, die wir dann fürs Rennbike eins zu eins übernehmen.»
Wenngleich sie in der Frauen-WM aktuell einen schweren Stand hat, will Lucy gern auch im nächsten Jahr dort weitermachen. «Wenn man einmal Weltmeisterschaft gefahren ist, will man ungern wieder absteigen. Dennoch wünsche ich mir ein anderes Motorrad. Zum Beispiel sind die Motorräder in der Klasse Sportbike leichter und haben rund zehn PS mehr. Auch die 250er-Honda, wie sie sie im Moto4 Northern Cup gefahren werden, halte ich für wesentlich geeigneter für eine Frauen-Klasse.»
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