Aragón, Lauf 1: Erst Abbruch, dann Kawasaki-Sieg durch David Salvador
Das erste Rennen der Sportbike-WM 2026 in Aragón war ein spannender Schlagabtausch bis ins Ziel. Mit seinem ersten Sieg in der neuen Kategorie baute Kawasaki-Pilot David Salvador die WM-Führung aus.
Das Meeting im MotorLand Aragón markiert die Saisonhalbzeit der neuen Sportbike-WM. In der Superpole am Freitag hatte sich WM-Leader David Salvador die vorderste Startposition gesichert – der Kawasaki-Pilot möchte bei seinem Heimrennen endlich seinen ersten Sieg einfahren.
Bei Rennstart um 15:15 Uhr hatte die Temperatur mit 32 Grad Celsius ihren Höhepunkt erreicht. Das Rennen ging ursprünglich über elf Runden, doch der erste Versuch wurde nach einem Sturz von Tayo Aksu (Yamaha) in Runde 5 abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Bruno Ieraci (Kawasaki), Kas Beekmans (Suzuki) und Gonzalo Sanchez (Kawasaki) gestürzt. Aksu und Ieraci wurden für eine Untersuchung ins Medical-Center gebracht.
Der Restart erfolgte nach einer kurzen Unterbrechung über nur noch 5 Runden und in der Reihenfolge bei Abbruch. Aus Reihe 1 gingen Pole-Setter Salvador, Matteo Vannucci (Aprilia) und Fenton Seabright (Triumph) ins Rennen. Yamaha war mit Carter Thompson auf Startplatz 6 in der zweiten Reihe vertreten, Suzuki-Ass Jeffrey Buis lauerte in Reihe 3 auf der achten Position.
Den Start gewann Salvador, der vor Torres und Vanucci als Führender in die erste Kurve einbog. Dahinter reihten sich Xavi Artigas (Kawasaki), Seabright, Loris Veneman (Kawasaki) und Thompson ein. Salvador kam mit einigen Metern Vorsprung aus der ersten Runde, dahinter folgten sechs Piloten innerhalb einer Sekunde.
Während sich Beekmans in Runde 2 erneut mit einem Sturz aus dem Rennen verabschiedete, entwickelte sich an der Spitze zwischen Salvador und Vannucci ein spannender Kampf um die Führung. Der Aprilia-Pilot hatte die Lücke zum Spanier zuvor mit der schnellsten Rennrunde in 1:59,850 min geschlossen.
Salvador und Vannucci wechselten sich mehrfach an der Führung ab und setzten sich gleichzeitig leicht von der großen Verfolgergruppe ab. Zu Beginn der letzten Runde führte Artigas, doch die Top-5 hatten realistische Siegchancen. Beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve hatte Salvador die beste Linie und der Lokalmatador sicherte sich mit 0,045 sec Vorsprung vor Artigas und Seabright seinen ersten Sieg in der Sportbike-Kategorie.
Als Fünfter mit nur 0,116 sec Rückstand wurde Vannucci mit der schnellen Aprilia etwas unter Wert geschlagen. Selbiges gilt für Thompson auf Platz 6, mit der einzigen Yamaha in den Top-10 in der letzten Runde in 1:59,657 min die schnellste Rennrunde fuhr.
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