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Finale in Douai: Lettenbichler mit starkem Auftritt – Podest knapp verpasst

Manuel Lettenbichler zeigte beim Finale der SuperEnduro-WM 2025/2026 seine beste Saisonleistung. Ohne Seriensieger Billy Bolt war der Deutsche nah an den Topfahrern und am Podest dran.

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In Douai im Nordosten Frankreichs endete die Saison der SuperEnduro-WM 2025/2026. Nachdem Billy Bolt bereits in der Vorwoche in Newcastle seinen sechsten Titel in Folge fixiert hatte, fehlte der britische Superstar und Seriensieger beim Finale entschuldigt: Gemeinsam mit seiner Frau Roxy erwartet er Nachwuchs. Damit wurde nach 32 Grands Prix seit Januar 2020 erstmals ein neuer GP-Sieger gesucht. Für alle anderen Piloten bedeutete Bolts Abwesenheit zudem automatisch mindestens einen Platzgewinn.

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Der mehrfach gekrönte Hard-Enduro-König Manuel Lettenbichler hatte bei seinem SuperEnduro-Comeback zu Saisonbeginn die Tagesränge acht und sechs belegt. Danach fehlte er verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt, ehe er noch zweimal Sechster wurde. In Douai fuhr er – zwar leicht begünstigt durch Fehler und Pech anderer Fahrer – in den ersten beiden Heats jeweils als starker Dritter ins Ziel. Das mögliche Tagespodest verpasste er nach einem ebenfalls bemerkenswerten vierten Platz im abschließenden Heat nur knapp.

Lettenbichler: «Ich war mittendrin!»

Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte er anschließend: 
«'Leider' ist eigentlich der falsche Ausdruck, denn ich habe heute wieder einen riesigen Schritt gemacht – vor allem nach allem, was in den letzten Wochen los war. Ich bin mega stolz, die Saison so zu beenden. Zweimal Dritter und einmal Vierter – dafür habe ich richtig kämpfen müssen und bin gut mit den Jungs mitgefahren. Das war einfach gutes Racing. Ich hatte nicht das Gefühl, nur hinterherzufahren, sondern war mittendrin.»

Zum letztlich undankbaren vierten Gesamtrang ergänzte der 27-jährige Bayer vom Team Red Bull KTM Factory Racing:
 «Das Podest wäre natürlich cool gewesen, aber das stresst mich überhaupt nicht. Am Gesamtergebnis hätte das ohnehin nicht viel geändert. Ich bin gut gefahren, fertig. Ich glaube nicht, dass das Ergebnis heute Glück war – ich bin einfach souverän gefahren und die anderen haben Fehler gemacht.»

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Dass er dabei so konstant schnell unterwegs war und nur wenige Fehler machte, erklärte der Hard-Enduro-Weltmeister der vergangenen vier Jahre so:
 «Ich würde schon sagen, dass mir meine Erfahrung geholfen hat. Im SuperEnduro habe ich zwar nicht so viel Erfahrung, aber aus dem Hard Enduro kann ich einiges mitnehmen. Ich bin ein Fahrer, der versucht, dass möglichst wenig passiert und der nicht zu viel Risiko eingeht. In der Gesamtwertung war ich ohnehin raus, daher war der Druck einfach ein anderer.»

Macht er in der nächsten Saison weiter?

Damit ist für Lettenbichler das nicht unbedingt geliebte Kapitel SuperEnduro zunächst beendet. Ob er im kommenden Winter erneut in der Serie antreten wird, hängt von mehreren Faktoren ab.

«Das kommt ganz darauf an, wie der Hard-Enduro-Kalender aussieht. Wenn wir wieder erst zwei Wochen vor dem ersten SuperEnduro-Rennen mit der Hard-Enduro-Saison fertig sind, wird es schwierig – dann hat man praktisch keine Off-Season. Auch jetzt gehe ich in zwei Wochen schon wieder fürs Hard Enduro testen. Am Racing selbst liegt es nicht, das macht mir schon Spaß. Das Problem ist eher die nicht wirklich gute Vorbereitungszeit.»

Hinzu komme, dass es in Deutschland kaum Trainingsmöglichkeiten gebe. «Viele wohnen deshalb in Spanien – dort ist das wie eine Bubble. Dadurch haben einige einfach eine andere Ausgangsposition. Ich bin ohnehin viel unterwegs, aber auch immer froh, wenn ich wieder zu Hause bei der Familie bin.» Und ob er sich vorstellen könne, selbst Teil dieser «Bubble» zu werden? Lettenbichler antwortet mit einem Augenzwinkern: «Wenn es jemand bezahlt – vielleicht.»

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Sein Kerngeschäft Hard Enduro startet in Kürze wieder. Allerdings könnte es in der Weltmeisterschaft einige einschneidende Veränderungen geben. «Schauen wir mal, wie es weitergeht», sagt Lettenbichler. «Meiner Meinung nach geht beim aktuellen Promoter vieles drunter und drüber, und die Kommunikation ist sehr schlecht – das macht viel aus. Ich glaube, da gibt es einiges zu prüfen.»

Sein Fokus liegt deshalb zunächst auf den großen Einzelveranstaltungen: «Ich konzentriere mich dieses Jahr auf Events wie Romaniacs und ErzbergRodeo. Wenn es eine WM gibt, lege ich natürlich meinen Fokus darauf. Aber im Moment ist noch viel im Umbruch. Schauen wir mal, was in den nächsten Wochen passiert.»

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