Tosha Schareina (Honda): «Noch ist alles möglich»
Die Chancen auf den Dakar-Sieg werden zwar mit jeder absolvierten Etappe kleiner, doch Aufgeben ist für Tosha Schareina ein Fremdwort. Etappe 10 war nur das Warm-up für den 300 km Ritt durch die Wüste am Donnerstag.
Tosha Schareina hat sich als der stärkste Honda-Pilot bei der Dakar 2025 präsentiert, auch wenn Teamkollege Adrien Van Beveren zuletzt konstanter war und nur noch sechs Minuten zurückliegt.
Der Spanier hatte auf Etappe 9 einen High-Speed-Sturz und erreichte auch am zehnten Tag der härtesten Rallye hinter Leader Daniel Sanders (Red Bull KTM) das Ziel. Zehn Minuten büßte Schareina auf Tagessieger Michael Docherty (KTM) ein, zwei Minuten fehlten ihm auf Sanders.
"Auf den ersten Kilometern haben wir zunächst versucht, uns auf Betriebstemperatur zu bringen", sagte der 29-Jährige angesichts der 520 km langen Verbindungsstrecke im Morgengrauen. "Ich bekam etwas Arm-Pump, aber es war okay. Ich wollte Etappe 11 am Donnerstag nicht eröffnen und habe es in den Dünen wohl etwas zu langsam angehen lassen. Was soll es, ich sehe diese 100 km von heute als Warm-up für die morgige Etappe an."
16 Minuten und 31 Sekunden muss Schareina auf den Australier aufholen, und realistisch ist Etappe 11 die letzte Gelegenheit für Schareina, das Ruder herumzureißen. "Ich werde hinter ihm starten und ja, das ist gut so. Sicherlich ist es kompliziert, über 300 Kilometer fast 17 Minuten aufzuholen – aber es ist möglich", gab sich der Honda-Pilot kämpferisch.
In die vorletzte Etappe der 47. Dakar wird Daniel Sanders als Elfter starten, Schareina folgt als 17.
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