Cookstown: Vierfach-Sieger Michael Dunlop, Podium für Chris Meyer
Der Nordire Michael Dunlop drückte dem Cookstown 100 mit vier Siegen seinen Stempel auf. Der Deutsche Chris Meyer stürmte mehrmals aufs Podium und auch der Österreicher Julian Trummer überzeugte.
Die Veranstaltung Cookstown 100 ist das erste Straßenrennen des Jahres in Nordirland, das immer wieder mit namhaften Teilnehmern aufwarten kann. Aus deutschsprachiger Sicht nahmen der Deutsche Chris Meyer und der Österreicher Julian Trummer die weite Anreise auf sich. Der Deutsche David Datzer, der ebenfalls seine Nennung abgegeben hatte, sagte seinen Start doch noch kurzfristig ab, weil das Material nicht fertig war.
Es ist bereits gelebte Tradition, dass Michael Dunlop die Organisatoren bis zur letzten Minute im Unklaren lässt, ob er kommt oder nicht. Meist nützt der 33-fache Tourist-Trophy-Sieger die Rennen zur Abstimmung seiner Maschinen und um sich für die bevorstehenden Aufgaben zu schärfen. Heuer hatte man gehofft, dass er die Ducati Panigale mitbringt, mit der er voraussichtlich beim North West 200 und der Tourist Trophy die Superbike-Rennen bestreiten wird.
Doch Dunlop ging statt der Ducati mit seiner Superstock-BMW an den Start. Der Lokalmatador ließ diese Enttäuschung rasch vergessen. Bereits am Freitag entschied er das Open-A-Rennen klar für sich. Am Samstag legte er nicht nur mit Siegen in den Klassen Moto3/125GP und Superbike, sondern auch mit der Verbesserung des Rundenrekords nach. Im abschließenden Höhepunkt, dem Cookstown 100, setzte er sich knapp gegen Michael Sweeney durch.
Eine Sonderstellung nimmt in Nordirland Chris Meyer ein, der seit Jahren keine Strapazen scheut, um an jedem Straßenrennen in Nordirland teilzunehmen. Das brachte ihm nicht nur den Respekt seiner Konkurrenten ein, der deutsche Haudegen ist längst der Liebling der Fans. Dieses Mal machte er sich mit drei Motorrädern im Gepäck und seinem Freund Ronny als Verstärkung auf den langen Weg vom sächsischen Reinsdorf ins 1800 Kilometer entfernte Orritor.
Auf der von Billy Mckinstry Racing zur Verfügung gestellten Kawasaki ER650, mit der er dieses Jahr beim Manx Grand Prix antreten wird, gab es trotz Anfangsschwierigkeiten unter 18 Teilnehmern einen neunten Platz im Rennen der Klasse «Supertwin B». Bei den Lightweights gab es den zweiten Rang und im Anschluss durfte Meyer nach dem Rennen der Klasse Moto3/125GP auf dem Podium neben Dunlop Aufstellung nehmen. Zum Drüberstreuen stürmte er im Junior-Support-Rennen vom letzten Startplatz auf Rang 2.
Für Julian Trummer ging es in Cookstown hauptsächlich um eine letzte Abstimmung der Motorräder für das bevorstehende North West 200. Das Supersport-Rennen beendete der Österreicher, der am Samstag mit den Jungs von Smith Racing seinen 35. Geburtstag feierte, trotz Grip-Problemen am Hinterrad als bestes Resultat des Wochenendes an der siebenten Stelle. Mit der Superbike-Maschine gab es einen Ausfall und die Ränge 16 und 9.
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