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In der Superbike-WM wird besonders in den ersten Runden hart gefahren. Sam Lowes spricht über Respekt, Aggressivität und vergleicht die Fahrweise mit der in der MotoGP und Moto2-WM.
Das Rennwochenende der Superbike-WM in Ungarn wurde durch einen schweren Sturz im Superpole-Rennen überschattet. Miguel Oliveira kam zu Sturz, als er von Andrea Locatellis Motorrad getroffen wurde, der vorher mit Sam Lowes aneinander geriet. Daraufhin äußerte sich Lorenzo Baldassarri sehr kritisch über die Fahrweise in der Serie und beanstandete, dass in den ersten Runden sehr hart gefahren wird.
Sam Lowes sieht das anders. «Es wird nicht zu aggressiv gefahren», erklärte der Brite und holte aus: «Loka ist in den ersten Runden immer sehr aggressiv. Das mag ich. Ich beschwere mich nicht. Er fährt so, wie man fahren muss. Miguel ist in den ersten Runden auch sehr aggressiv. Er traf Alex (Lowes) heftig in Kurve 2. Doch für mich ist das nicht negativ. Es ist gut, er kommt aus der MotoGP. Ich mag es, wenn so gefahren wird.»
«Einige Fahrer kommen hierhin und fahren nur herum. Klar, Zwischenfälle können passieren. Doch das kann immer passieren. Wir sind hier, um Rennen zu fahren. In einem Rennen über zehn Runden muss aggressiv gefahren werden. Ich habe kein Problem damit», betonte Lowes.
«Ich habe Baldas Kommentare gehört. Er hat zum Teil recht, doch andererseits ist es auch eine Ausrede», berichtete Lowes und kritisierte die hektische Herangehensweise des Italieners: «Mit der Ducati kann man auf den Geraden recht einfach überholen. Er machte ein paar Manöver, die grenzwertig waren. Ich habe kein Problem mit der Fahrweise der anderen. Wenn man sich Marquez oder Acosta anschaut, wie sie fahren – für mich ist das okay.»
Natürlich gibt es auch für Lowes klare Grenzen. «Wenn es einen Fahrer gibt, der konstant respektlos agiert, dann muss man das aussortieren. Doch ich bin 35 Jahre alt und habe viel Erfahrung in der Moto2, wo die Fahrer jünger und auch dümmer sind – ich schließe mich mit ein. In der Superbike-WM sollte es keine Probleme unter den Fahrern geben», so Lowes.
Die Verletzung von Oliveira hat verdeutlicht, wie schnell es gefährlich werden kann. «Es ist auch auf diese Strecke zurückzuführen», bemerkte Lowes. «Mir bereitet der Kurs Spaß. Doch wenn man 20 der besten Superbike-Piloten zusammenbringt und sie mit fünf Schikanen um die letzten Zehntelsekunden kämpfen lässt, dann kann das passieren. Mich stört es nicht, hier zu fahren. Ich komme gern hierhin. Es ist mega, auch wenn es zu Zwischenfällen kommen kann», kommentierte der Ducati-Pilot.
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