Speedway: Jason Doyle (40) fährt in Thorn seinen vorerst letzten Grand Prix
Der Australier Jason Doyle gab vor Thorn bekannt, dass er 2027 nicht mehr im Speedway-Grand-Prix antreten wird. Stattdessen sieht er sogar die Europameisterschaft als Option für das nächste Jahr.
Wenige Tage vor dem Saisonfinale des Speedway-Grand-Prix am 26. September im polnischen Thorn (Torun) gab Jason Doyle bekannt, dass er 2027 nicht mehr in der Weltmeisterschaft starten wird. Derzeit liegt er nur auf dem neunten Gesamtrang, obwohl er verletzungsfrei durch die Saison gekommen ist. «Im Moment haben wir Brady Kurtz und die anderen Jungs, die im Grand Prix regelrecht fliegen, während ich in jedem GP um den Einzug in den Last-Chance-Qualifier kämpfen muss, was mir nicht gerade Spaß macht. Wenn ich das Gefühl habe, um die Finals mitfahren zu können, will ich auch gerne wieder im Grand Prix dabei sein. Aber für den Moment werde ich einen Schritt zurückmachen», so der Routinier. Er zeigte sich aber offen dafür, hin und wieder mit einer Wildcard im Grand Prix anzutreten.
Jason Doyle: Bei 35 Finalteilnahmen siebenmal gewonnen
Doyle stieg erst mit 29 Jahren in den Grand Prix ein und gewann seitdem bei 35 Finalteilnahmen siebenmal. Seinen größten Erfolg feierte er 2017, als er Speedway-Einzelweltmeister wurde. Mit der australischen Mannschaft gewann Doyle 2022 und 2025 das Speedway of Nations und in diesem Jahr den World-Cup. Damit ist er der erste Fahrer, der die drei großen Weltmeisterschaften der jüngeren Geschichte gewonnen hat. In Thorn zieht Doyle außerdem mit einem weiteren legendären Australier gleich: Dort steht er zum 115. Mal in einem GP am Startband, genauso oft wie Leigh Adams. Nur neun Fahrer haben mehr Grands Prix bestritten.
Für 2027 plant Doyle stattdessen viele Ligarennen in Großbritannien, Schweden, Polen und Dänemark. Kurioserweise zeigt er als Australier auch Interesse an der Europameisterschaft. «Ich könnte mir vorstellen, die EM zu fahren, denn ich habe auch einen britischen Pass und könnte somit das britische Finale bestreiten», so Doyle. Mit dem EM-Titel würde er sich die Möglichkeit eröffnen, auf sportlichem Weg in den Grand Prix zurückzukehren.
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