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Überraschung: Rekordsieger der Supersport-300-WM beendet seine Karriere
Der erfolgreichste Fahrer der Supersport-300-WM beendet seine Karriere. Jeffrey Buis hinterlässt zwei WM-Titel, 18 Siege und bleibende Erinnerungen – besonders beim sächsischen Freudenberg-Team.
Vom Jungen mit einem Traum zum zweimaligen Weltmeister: Jeffrey Buis hat im Motorradsport Außergewöhnliches erreicht. Nun verabschiedet sich der sympathische Niederländer aus dem professionellen Rennsport. Nach einer von Verletzungen und Pech geprägten Sportbike-WM-Saison 2026 zieht er einen Schlussstrich.
«Jede Geschichte hat ein Ende. Nach Jahren, in denen ich Träumen hinterhergejagt bin, um jede Position gekämpft und für das nächste Rennen gelebt habe, ist die Zeit gekommen, dieses Kapitel zu schließen», erklärte Buis auf Instagram. «Nach 18 Siegen, 30 Podestplätzen und zwei WM-Titeln habe ich entschieden, meine professionelle Rennsportkarriere nach dieser Saison zu beenden.»
In der Supersport-300-WM schrieb Buis Geschichte
Sein Name bleibt untrennbar mit der Supersport-300-WM verbunden. Kein anderer Fahrer gewann in dieser Kategorie so viele Rennen. Mit den Titelgewinnen 2020 und 2023 ist Buis zudem der einzige zweimalige Weltmeister in der Geschichte der Klasse.
Beide Titel holte er mit MTM Kawasaki. Nach seinem ersten WM-Triumph versuchte er sich 2022 in der Supersport-WM. Es wurde ein schwieriges Jahr. Doch die Rückkehr in die kleinere Kategorie bedeutete für ihn keinen Rückschritt: 2023 kämpfte er sich erneut an die Spitze und schrieb mit seinem zweiten Titel Geschichte.
«Von einem kleinen Jungen mit einem Traum zum zweimaligen Weltmeister. Es war eine Reise voller unvergesslicher Momente, Opfer, Höhen und Tiefen. Ich habe diesem Sport alles gegeben, was ich hatte, und würde nichts ändern», hielt der Niederländer fest.
Enge Verbindung zum Team Freudenberg
Zur Saison 2024 wechselte Buis zum sächsischen Freudenberg-Team und von Kawasaki auf KTM. Auch dort wurde er zum Siegfahrer. Sechs gemeinsame WM-Erfolge stehen für eine Zusammenarbeit, die weit über gute Ergebnisse hinaus Spuren hinterließ.
Wie viel Buis der Mannschaft bedeutet, zeigte deren Reaktion auf seinen Abschied. Teamchef Carsten Freudenberg erfuhr von der Entscheidung in einem persönlichen Telefonat. «Jeffrey ist der erfolgreichste WM-Pilot in der Geschichte unseres Teams. Mit sechs gemeinsamen WM-Siegen, seinem unbedingten Siegeswillen und seiner Leidenschaft hat er einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, Freudenberg KTM auf internationales WM-Spitzenniveau zu bringen», würdigte die Mannschaft ihren ehemaligen Fahrer.
Dabei stellte das Team ausdrücklich auch die menschliche Seite der Zusammenarbeit heraus. «Es sind nicht nur die Siege und Ergebnisse, die bleiben. Es sind vor allem die gemeinsamen Momente, die Emotionen, die Herausforderungen und die unvergesslichen Augenblicke auf und neben der Rennstrecke», teilte Freudenberg mit.
Schwierige Debütsaison in der Sportbike-WM
2026 nahm Buis mit Suzuki die neue Sportbike-WM in Angriff. Beim Heimspiel in Assen gelang ihm noch einmal ein besonderer Erfolg: Er gewann am Samstag den ersten Lauf. Vor den eigenen Fans zeigte der Niederländer, dass er auch in der neuen Kategorie Rennen gewinnen konnte. Doch die Saison entwickelte sich nicht so, wie er es sich erhofft hatte. Verletzungen und Pech prägten das Jahr, besonders in der zweiten Saisonhälfte erlebte Buis schwierige Zeiten. Der Sieg von Assen blieb ein Glanzpunkt seiner letzten Saison.
Über die konkreten Beweggründe für seinen Rücktritt ging Buis in seiner Abschiedsbotschaft nicht ins Detail. Er machte aber deutlich, wie schwer ihm die Entscheidung gefallen ist. «Diese Entscheidung war nicht leicht. Der Rennsport war mein Leben, solange ich mich erinnern kann. Aber manchmal muss man realistisch sein und einen anderen Weg wählen», erklärte der zweimalige Weltmeister.
Seinen Abschied verband er mit einem Dank an die Menschen, die seinen Weg ermöglicht und begleitet hatten. «An meine Familie, mein Team, Sponsoren, Partner, Freunde und alle, die mich auf diesem Weg unterstützt haben: Danke! Ohne euch wäre all das nicht möglich gewesen», betonte Buis. «Zwei WM-Titel. 18 Siege. 30 Podestplätze. Erinnerungen für ein ganzes Leben. Der Traum war Wirklichkeit. Die Erinnerungen bleiben für immer.»
Auch aus Sachsen begleiteten ihn persönliche Worte in den neuen Lebensabschnitt. «Jeffrey, du hast ein wichtiges Kapitel unserer Teamgeschichte mitgeschrieben. Darauf sind wir stolz und dafür sind wir dir von Herzen dankbar», erklärte das Freudenberg-Team. «Wir respektieren deine Entscheidung und wünschen dir für deinen neuen Lebensabschnitt nur das Beste, viel Glück, Gesundheit und Erfolg.»
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