Motorrad-Frauen-WM
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Schnelle Australier sind in der seriennahen Weltmeisterschaft selten geworden, aber Sportbike-Ass Carter Thompson wird viel zugetraut. Der Yamaha-Pilot holte den letzten Sieg und wurde WM-Dritter.
Sieben Hersteller waren in der Sportbike-WM 2026 fix am Start, zahlenmäßig war Yamaha am stärksten vertreten. Elf Stammfahrer setzten die R7, gut ein Drittel des Teilnehmerfeldes. Dafür waren die Ergebnisse in der ersten Saisonhälfte jedoch enttäuschend: Während Aprilia, Kawasaki, Suzuki und Triumph bereits Rennen gewonnen hatten, holte Yamaha erst beim vierten Saisonmeeting, im zweiten Lauf im MotorLand Aragon, den ersten Podestplatz.
Aushängeschild von Yamaha ist Carter Thompson vom Team BrCorse, das als erstes den Einsatz des neuen Modells der neuen R7 wagte. Ab diesem Zeitpunkt ging es für den Australier in der Gesamtwertung immer weiter nach vorn. Nach Aragon nur WM-Neunter, brauste der 18-Jährige in fünf von acht umkämpften Rennen auf das Podium, davon zwei Siege.
Als der Teenager beim Saisonfinale in Jerez das zweite Rennen gewann, übernahm er damit den dritten WM-Rang. Thompson war der einzige Yamaha-Pilot, der konstant auf vorderen Positionen mitmischte – zweitbester der Gesamtwertung ist sein Teamkollege Marco Gaggi als WM-14.!
«Es war ein sehr schönes Rennen», grinste Thompson nach seinem dritten Saisonsieg. «In den ersten Runden war ich wegen der Regentropfen noch etwas unsicher. Wir wussten, dass wir das ganze Wochenende über das Tempo hatten, aber im Feld tun wir uns schwer. Deshalb war ich mir nicht sicher, was passieren würde.»
Thompson hatte ein gutes Gespür für den richtigen Moment, als er sich in Runde 4 an die Spitze setzte und sich von der großen Gruppe absetzen konnte. Nach elf Runden kreuzte er mit 4,5 sec Vorsprung die Ziellinie. Ein solcher Vorsprung war in der umkämpften Serie selten zu sehen.
«Ich habe so hart gepusht, wie ich konnte», beteuerte der Australier. «Es ist großartig, den dritten Platz in der Meisterschaft zu belegen, wenn man bedenkt, wo wir zu Beginn des Jahres standen – hätte man mir gesagt, dass wir dort landen würden, hätte ich es nicht geglaubt. Ich kann dem Team und Yamaha gar nicht genug für die Arbeit danken, die sie in das Motorrad gesteckt haben, denn wir haben einen langen Weg zurückgelegt, um Rennen gewinnen zu können.»
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