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WRT äußert nach den 24h Spa massive Kritik an der BoP

WRT-Teamchef Vincent Vosse tobt nach den 24h Spa und gibt an, dass der BMW M4 GT3 chancenlos in Spa war. Der belgische Ex-Rennfahrer kündigt mögliche Konsequenzen an.

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Der belgische WRT-Rennstall nahm mit drei BMW M4 GT3 an den 24h Spa teil. Dabei trat das BMW-Werksteam mit zwei Fahrzeugen in der Topklasse an und hatte die klare Zielsetzung im den Sieg zu kämpfen. Bestplatziertes WRT-Fahrzeug war nach der eintägigen Hatz um die Ardennenachterbahn der M4 GT3 von Valentino Rossi, Max Hesse und Dan Harper auf Rang sechs. «Wir waren nicht mit von der Partie», gab der enttäuschte Teamchef Vincent Vosse direkt nach Rennende zu Protokoll.

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«Sicher, es gab nach der Superpole eine Anpassung der BoP, und das ist sehr bedauerlich. So etwas macht man nur, wenn die Ausgangsbasis schlecht ist oder die BoP nicht stimmt. Wie ich feststelle, war sie offenbar auch nach dem Rennen noch immer nicht in Ordnung. Es liegt auch an Ihnen, den Medien, zu beurteilen, was passiert ist. Es war ein großartiges Rennen, eine sehr gelungene und perfekt organisierte Veranstaltung. Ich bedauere lediglich dieses Durcheinander, das durch eine schlechte BoP verursacht wurde und einige daran gehindert hat, an diesem Fest teilzunehmen», so Vincent Vosse über die BoP-Änderung am Morgen des Renntags. «Bei dieser BoP-Anpassung vor dem Rennen gab es wohl Fehler. Ich hatte nach dem Rennen keinerlei Kontakt zu irgendjemandem. Ich habe nie darum gebeten, eine bessere BoP zu erhalten als die anderen. Das Team hat ebenso wie unsere Fahrer nichts mehr zu beweisen. Mit unserem Kader müssen wir das Recht haben, um Pole-Positions, Siege und die schnellsten Runden im Rennen zu kämpfen.»

Dabei waren laut dem belgischen Teamchef die Fahrzeuge von Ferrari und Porsche in einem deutlichen Vorteil, wie er gegenüber Endurance-Info erklärt: «Ferrari und Porsche waren die beiden Marken, die sich deutlich von den anderen abhoben. Mercedes-AMG fuhr ein perfektes Rennen und belegte den zweiten Platz, genau wie bei unserem zweiten Platz bei den 24 Stunden von Le Mans. Der Mercedes-AMG GT3 ist der Maßstab unter den GT3-Fahrzeugen in der Meisterschaft. Man kann zwar sagen, dass wir Meisterschaften gewinnen, aber das hängt vor allem von perfekten Boxenstopps und einwandfreien Strategien ab. Wir können nur gewinnen, wenn die anderen Fehler machen oder mechanische Probleme haben. Diese Situation passt uns nicht mehr.»

Der ehemalige Profirennfahrer Vosse stellt dabei der SRO ein Ultimatum und kündigt eine offizielle Stellungnahme der Mannschaft an: «Diese Situation ist unhaltbar geworden und wird nicht ohne Folgen bleiben. In Kürze wird eine Stellungnahme veröffentlicht. So kann es nicht weitergehen.»

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Die Situation erinnert an das Vorjahr, als BMW und die WRT-Mannschaft ebenfalls keinerlei Siegchancen beim großen Jahreshighlight hatten. «BMW und WRT haben nach den 24 Stunden von Spa 2025 eine Entschuldigung von der SRO erhalten, weil sie uns – ich sage es ganz klar – behindert haben», erinnert sich Vosse.

Der erfolgsverwöhnte Teamchef fordert dabei Änderungen im BoP-Prozess der SRO, welche neben der GT World Challenge Europe auch in Serien wie der DTM und dem ADAC GT Masters verwendet wird: «Wenn ein Fahrer auf der Strecke einen Fehler macht, wird er bestraft, und das ist normal. Als Team müssen wir immer professioneller werden. Es braucht zehn Ingenieure, um zwei Autos auf die Strecke zu bringen, und auf der anderen Seite führt eine einzige Person in einem Büro komplizierte Berechnungen durch. Man muss feststellen, dass das so nicht funktioniert.»

Vincent Vosse möchte die Kritik an der BoP allerdings nicht als Kritik an dem Rennen allgemein verstehen oder die Leistung der Sieger schmälern: «All das schmälert die Leistung der Sieger in keiner Weise, denn alle, die in der Lage waren, ganz vorne mitzufahren, haben unter gleichen Bedingungen gekämpft. Am Sonntagmorgen, als vier oder fünf Autos innerhalb von zwei Sekunden beieinander lagen, habe ich Stéphane Ratel eine Nachricht geschickt und geschrieben: „Wie gerne hätte ich an diesem Rennen teilgenommen!»

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