Strafen-Chaos in Monaco: Red Bull Racing/McLaren gegen Alpine am 25. August
Beim Traditions-GP von Monaco kam es zu einem heillosen Durcheinander in Sachen Strafen. Nun muss das Berufungsgericht des Autosport-Weltverbands FIA am 25. August eine Lösung finden.
Peinlich, peinlich für die FIA: Am 12. Juni mussten die Regelhüter zugeben – die Boxengasse von Monaco ist falsch vermessen worden, um 77 cm, daher waren zahlreiche Zeitstrafen, wie gleich zwei Mal gegen Pierre Gasly und Alpine, beim Grossen Preis von Monaco (7. Juni) nicht rechtens.
Die Franzosen konnten nachweisen, dass Gasly zu keinem Zeitpunkt in der Box schneller war als die maximal erlaubten 60 km/h, daher wurden die Strafen nachträglich als nichtig erklärt, und Gasly hat seinen sechsten Podestplatz seiner F1-Karriere sichergestellt, den ersten seit Brasilien 2024.
Gasly also nicht Siebter, sondern völlig zu Recht Dritter. Das bedeutet aber auch: Isack Hadjar (Red Bull Racing) nicht Dritter, sondern Vierter; Oscar Piastri (McLaren) nicht Vierter, sondern Fünfter, gefolgt von den beiden Racing Bulls-Piloten Liam Lawson und Arvid Lindblad.
Da RBR und McLaren Punkte eingebüsst haben, war zu erwarten, was als nächstes passieren würde: Sie deponierten bei der FIA, dass diese Entscheidung angefochten wird, sie wollen ihre Plätze zurück.
Nun steht der Termin für die Verhandlung vor dem Internationalen Berufungsgericht der FIA fest: am 25. August, also am Dienstag nach dem Grossen Preis der Niederlande, in Paris.
McLaren hatte den Rekurs so begründet: «Unsere Entscheidung, Berufung einzulegen, richtet sich nicht gegen einen bestimmten Konkurrenten. Sie spiegelt vielmehr unsere Überzeugung wider, dass die Meisterschaft von Regeln profitiert, die für alle Teilnehmer konsequent, transparent und fair angewendet werden. McLaren ist weiterhin bestrebt, konstruktiv mit der FIA, der Formel 1 und den anderen Konkurrenten zusammenzuarbeiten, um die Integrität des Sports zu schützen und das Vertrauen in dessen Regelwerk aufrechtzuerhalten.»
«Unserer Ansicht nach führt die nachträgliche Aufhebung der Strafen zu einer Situation, in der einige Teilnehmer benachteiligt werden, weil sie sich an die Regeln und die Entscheidungen der Rennkommissare gehalten haben. Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr, sportliche Ungleichheit zu schaffen und das Vertrauen in die konsequente Anwendung des FIA-Sportreglements zu untergraben.»
Keine einfache Aufgabe für die Berufungsrichter.
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