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Superbike-WM 2026 in Aragon: Erster Lauf zur ungewohnten Uhrzeit
Beim Auftakt der Superbike-WM 2024 auf Phillip Island bestätigte Andrea Locatelli seine gute Performance von den Wintertests und er ist bester Yamaha-Pilot der Gesamtwertung. Aber beim Italiener lief nicht alles glatt.
2024 ist die vierte Saison von Andrea Locatelli in der Superbike-WM und Phillip Island hätte sein bisher bestes Meeting in der Top-Kategorie der seriennahen Weltmeisterschaft werden können. Nach zweiten Plätzen im ersten Lauf und im Sprintrennen war der 27-Jährige drauf und dran, auch das zweite Hauptrennen auf dem Podium zu beenden. Drei Podestplätze an einem Wochenende hatte der Yamaha-Pilot bisher noch nie geschafft.
Aber es sollte nicht sein. Nach einer großartigen Aufholjagd hatte sich Locatelli im auf elf Runden gekürzten Rennen in Runde 9 auf Platz 3 verbessert, aber er wollte mehr. In der letzten Runde überholte der Supersport-Weltmeister von 2020 den späteren Sieger Alex Lowes (Kawasaki) und griff anschließend den führenden Alvaro Bautista an. Beim Versuch, den Spanier zu überholen, flog Locatelli im hohen Bogen von seiner R1. Vermutungen, er könne das Hinterrad des Ducati-Piloten berührt haben, widerspricht er.
"Das war ein ordentlicher Highsider, aber es gab keine Berührung", stellte Loka gegenüber SPEEDWEEK.com klar. "So ganz genau wissen wir die Ursache noch nicht. Es war die letzte Bremsphase und das Getriebe ging in den Leerlauf, weshalb ich in Kurve 4 eine weite Linie fahren musste. Das war das eigentliche Problem. Als ich den Gang einlegte, war kein Grip da und ich flog vom Motorrad. Wir müssen die Daten analysieren, um den Sturz genau zu verstehen. Es ist natürlich bitter, weil wir ansonsten nicht einen Fehler gemacht haben und ich mich super fühlte. Wir haben um den Sieg gekämpft."
Insgesamt fuhr der Yamaha-Pilot 29 Punkte ein und ist WM-Dritter. Als Sieger im zweiten Lauf würde Italiener erstmals die Superbike-Gesamtwertung anführen.
"Ich denke, wir haken das Rennen ab und schauen nach vorn. Immerhin waren wir sehr schnell und siegfähig, das ist wichtig. Natürlich ist der Ausgang enttäuschend, weil wir vielleicht gewonnen hätten", grübelte Locatelli. "Aber so etwas passiert. Man kann einen Defekt haben, stürzen, ein anderer Fahrer rammt mich oder ich selbst mache einen Fehler – das gehört zum Rennsport dazu."
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