Axel Bassani (25): «Bimota versteht sein Handwerk»
Mit überraschend guten Rundenzeiten gab Bimota beim Superbike-Test in Jerez einen famosen Einstand auf der Rennstrecke. Axel Bassani, der am Mittwoch die schnellste Runde fuhr, über die Vorzüge der KB998.
Die Neugier war riesig, als am Dienstag auf dem Circuito de Jerez beim ersten Wintertest zur Superbike-WM 2025 vor der Bimota-Box das Tuch von der KB998 gezogen wurde – selbst Verantwortliche von der Konkurrenz ließen sich diesen Moment nicht entgehen. Nur auf den ersten Blick scheinen die Verkleidungen der Bimota und der Kawasaki ZX-10RR ähnlich zu sein, tatsächlich unterscheiden sie sich nicht nur durch die Winglets. Darunter befindet sich jedoch der Motor der Ninja, was ein kleiner Schriftzug ‹powered by Kawasaki› am Cockpit bestätigt.
Erstaunlich: Die Bimota-Piloten fuhren bereits am ersten Tag auf dem Motorrad Rundenzeiten auf dem Niveau der Konkurrenz. In 1:38,478 min sorgte Axel Bassani am Mittwoch für die schnellste Zeit. Damit war der Italiener nur 0,3 sec langsamer als Vizeweltmeister Nicolò Bulega (Ducati) am Vortag.
Beobachter fragten sich deshalb, ob sich die Bimota und die Kawasaki ähnlicher sind, als man glauben lassen möchte. "Das Chassis ist neu, der Unterschied ist gewaltig", versicherte Bassani gegenüber SPEEDWEEK.com. "Der Motor ist wie früher und mit einem ähnlichen Gefühl, insgesamt ist es aber ein komplett anderes Motorrad. Der Rahmen ist nicht steifer oder flexibler, einfach anders. Aber nicht nur wegen des Chassis, auch wegen der Winglets. Wenn man fährt, spürt man riesige Unterschiede."
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"Am Vormittag sind wir bei null gestartet und hatten entsprechend viel zu erledigen. Jeder Run war wie ein neues Abenteuer und mit den höheren Temperaturen am Nachmittag änderte sich viel. Für den ersten Tag lief es richtig gut", freute sich der Teamkollege von Alex Lowes. "Beim Anbremsen bewegt sich das Bike auf eine andere Weise und am Kurvenausgang ist die Wheelieneigung viel geringer – das ist etwas, womit wir bei der Kawasaki wirklich zu kämpfen hatten. Die Bimota verhält sich in diesem Bereich mehr wie eine Ducati, BMW oder Honda. Das ist also ein guter Schritt für uns und zeigt, dass man bei Bimota das Handwerk versteht. Aber wir müssen mit den Füßen auf den Boden bleiben und noch mehr verstehen."
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Bassani blickt zuversichtlich auf den nächsten Test. "Ich mag das Motorrad und fühle mich gut beim Fahren. Ich möchte bislang nicht so weit gehen, dass es besser ist als unser vorheriges Bike. Aber nach nur einem Tag mit der Bimota fühle ich mich hervorragend, zumal wir weitere Fortschritte machen werden. Ich bin glücklich", strahlte der 25-Jährige. "Wir werden in diesem Jahr und bis zum Saisonauftakt weitere Tests fahren. Während dieser Zeit werden wir mit Unterstützung von Bimota sich weitere Verbesserungen finden."
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