Danilo Petrucci bei MotoAmerica-Test mit BMW: «Wurde hofiert wie ein König»
Am vergangenen Wochenende unternahm Superbike-Ass Danilo Petrucci einen großen Schritt für seine weitere Karriere. Nach einem MotoAmerica-Test mit BMW deutet alles auf seinen Wechsel in die USA hin.
Im Rahmen in Magny-Cours gaben BMW und Danilo Petrucci bekannt, dass es in der Superbike-WM 2027 keine weitere Zusammenarbeit geben würde. Den Platz des Italieners an der Seite von Miguel Oliveira übernimmt im nächsten Jahr der Südafrikaner Brad Binder. Gleichzeitig ließen sie durchblicken, dass sie sich außerhalb der WM sehr wohl eine gemeinsame Zukunft vorstellen können.
Naheliegend war ein Engagement von Petrucci in der MotoAmerica, denn dort ist die BMW M1000RR konkurrenzfähig und der 35-Jährige trat bereits 2022 in der US-Serie an – damals auf einer Werks-Ducati für das Team Warhorse HSBK. Petrucci gewann fünf Rennen und wurde hinter Jake Gagne (Yamaha) Vizemeister. Anschließend wechselte er in die Superbike-WM, aber der Haudegen betonte stets, wie sehr er die Zeit in den USA genossen hat.
Aushängeschild von BMW in der MotoAmerica ist das Team OrangeCat Racing, das mit Sean Kelly und Jayson Uribe antritt. Ein Rennen vor Saisonende führt Kelly die Meisterschaft an, der Platz von Uribe wackelt. Beim Event am vergangenen Wochenende in Austin/Texas, war Petrucci zu Gast bei OrangeCat.
«Ein riesiges Dankeschön an die gesamte Crew von OrangeCat, die mich wie einen König hofiert hat und mich ihr Motorrad ausprobieren ließ. Das war ein super Wochenende – danke dafür an BMW und an das Team», sagte Petrucci im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Die Idee dazu hatte Sven [Blusch] und in Magny-Cours haben wir alles geregelt. Ich habe mir dann am Sonntag das Rennen der MotoAmerica angeschaut, um einen Eindruck vom Team zu bekommen – sie arbeiten definitiv auf WM‑Niveau! Es ist ein recht neues Team, aber sie haben viele erfahrene Leute aus der US-Szene und auch weltweit. Von der Seite ist alles perfekt, aber auch sonst sind sie erstklassig organisiert und kümmern sich an Rennwochenenden um über 200 Gäste.»
Petrucci weiter: «Sie haben anschließend einen exklusiven Track-Day organisiert und ich hatte die Gelegenheit, ein paar Runden mit dem Bike zu fahren. Ich würde es nicht als Test bezeichnen, aber ich konnte dennoch viele Erkenntnisse gewinnen – insbesondere über die Arbeitsweise des Teams und auch über das Motorrad und die Reifen. Die Unterschiede sind groß, gerade hinsichtlich der Dunlop-Reifen, aber ich hatte schnell die Pace der anderen, obwohl ich nur etwa 30 Runden gefahren bin. Es war also wirklich eine sinnvolle Sache. Jetzt müssen wir schauen, ob sich etwas regeln lässt.»
Tatsächlich scheinen nur noch Unterschriften zu fehlen, um den Wechsel von Petrucci in die MotoAmerica unter Dach und Fach zu bringen.
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