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Zwei Tage kämpfte Somkiat Chantra beim Superbike-Meeting in Misano mit der Abstimmung seiner Honda CBR1000RR-R. Als er es endlich fand, zeigte der Thailänder eine ansprechende Performance.
Honda durchlebt in diesem Jahr die schlimmste Superbike-Saison seit der werkseitigen Rückkehr 2020, wahrscheinlich sogar die schlechteste Saison aller Zeiten. Das Meeting in Misano bildete da keine Ausnahme.
Dass Ducati mit der neuen V4R ein Meisterstück gelungen ist und 2026 auch die sieben Kundenmotorräder der Honda Fireblade überlegen sind, ist nur ein Grund. Zudem fehlte Stammfahrer Jake Dixon beim siebten Saisonmeeting erneut, um bei seinem Heimrennen in Donington Park in besserer Verfassung zu sein.
Außerdem: Somkiat Chantra ist kein schlechter Rennfahrer, aber auf größeren Motorrädern ist der Thailänder bisher den Beweis schuldig geblieben, dass er zu den Top-Piloten zählt.
Weil Honda Anfang Juni am Misano-Test teilgenommen hatte, standen Abstimmungsdaten zur Verfügung, die am Rennwochenende aber nur bedingt halfen.
«Wir gingen in das erste Training mit einem Set-up, das einen Kompromiss zwischen Aragón und dem Test in Misano darstellte. Wir merkten aber schnell, dass es nicht die gewünschten Ergebnisse lieferte. Das Motorrad war unruhig und wir hatten mehr Rutschen am Hinterreifen als beim Test», erklärte der frühere MotoGP-Pilot seine Schwierigkeiten. «Deshalb haben wir uns für das FP2 entschieden, wieder zu einer Abstimmung zurückzukehren, das dem vom Test näher kam. Das hat geholfen und unsere Rundenzeiten haben sich verbessert. Aber es war heißer und es fühlte sich so an, als hätten wir immer noch nicht denselben Grip. Ich war mir nicht sicher, ob es am Set-up lag oder an etwas anderem, aber das Motorrad war immer noch unruhiger als beim Test.»
Am Samstag qualifizierte sich Chantra als 19. sogar noch hinter Mattia Rato vom privaten Yamaha-Team Motoxracing, das nur einen Bruchteil des Honda-Budgets zur Verfügung hat. Dass der Thailänder im ersten Lauf als 15. die Punkteränge erreichte – dieses Mal deutlich vor den Motoxracing-Piloten – war auch vier Ausfällen vor ihm geschuldet.
«Das Rennen war wirklich hart. Schon von Beginn an hatte ich nicht das gleiche gute Gefühl für das Motorrad und ich hatte Probleme mit dem Grip, vor allem am Hinterrad. Dieses Gefühl hatten wir schon am Freitag und konnten es leider nicht ausreichend verbessern», bedauerte Chantra. Wir haben ein Set-up ausprobiert, das dem vom Misano-Test sehr nahe kam, aber das Gefühl war nicht dasselbe, was ein bisschen frustrierend ist.»
Für Sonntag gelang der Honda-Crew dann endlich eine Art Durchbruch. Als 13. im zweiten Lauf ließ Chantra immerhin die Ducati-Piloten Tommy Bridewell und Lorenzo Baldassarri sowie Stefano Manzi (Yamaha) hinter sich. Auch der Rückstand von vier Sekunden auf den Zehnten (Sam Lowes/Ducati) war so gering wie selten.
«Wir hatten einige Änderungen vorgenommen und die Abstimmung verbessert. Mein Gefühl war besser und ich konnte mehr Druck machen, besonders in den Kurven», erklärte der 27-Jährige. «Wir haben diese Änderungen im Superpole-Race getestet und das Ergebnis war vom Gefühl her nicht schlecht. Für Rennen 2 haben wir versucht, in der Gruppe zu bleiben und unsere Position zu halten. Das Tempo war ziemlich gut, und ich konnte fast das ganze Rennen über mit den Fahrern um mich herum mithalten. Die Strecke war sehr heiß und es gibt hier viele lange Kurven, sodass der Vorderreifen ziemlich abgenutzt war und ich nicht mehr härter pushen konnte. Am Ende entschied ich mich, meine Position zu halten und das Rennen sicher ins Ziel zu bringen.»
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