Kawasaki überrascht: Mit dem ältesten Superbike das beste japanische Werk
Eine positive Überraschung der Superbike-WM 2026 ist Garrett Gerloff mit der betagten Kawasaki ZX-10RR. Der Leistungssprung des Texaners im Vergleich zum Vorjahr ist enorm.
Die Sommerpause der Superbike-WM 2026 dauert noch bis Magny-Cours Anfang September, und anders als vor einem Jahr kann Garrett Gerloff die rennfreie Zeit genießen. Denn der Blick auf die Gesamtwertung ist beruhigend: Rang 8 mit 110 WM-Punkten nach acht von zwölf Meetings sieht deutlich besser aus, als der 15. WM-Rang mit 88 Punkten am Saisonende 2025.
Obwohl die ZX-10RR das älteste Motorrad im Feld ist, hat Kawasaki sogar aufgeholt und rangiert mit Gerloff vor allen Werkspiloten der japanischen Konkurrenz von Yamaha und Honda, sowie vor einigen stärker eingeschätzten Ducati-Kundenpiloten wie Alvaro Bautista. Statt nur fünf einstelligen Ergebnissen im vergangenen Jahr steht der 31-Jährige bei noch vier ausstehenden Meetings (12 Rennen) bei zwölf Top-9-Finishs. In Most und Donington punktete der Texaner in allen drei Rennen, was nicht selbstverständlich ist.
Garrett Gerloff schwächelt nur im Qualifying
Gerloffs Schwachpunkt bleibt die Superpole, denn in der umkämpften Superbike-Kategorie ist eine Grid-Position in den ersten drei Reihen enorm wichtig, aber das gelang dem Kawasaki-Piloten nur in Australien und Tschechien. «Im Mittelfeld ist es derzeit extrem eng. Ich lag nur zwei Zehntelsekunden hinter dem fünften Platz und habe mich als Elfter qualifiziert», verwies Gerloff auf seinen geringen Rückstand zuletzt in Donington.
Das Kawasaki-Werksteam wird seit 2025 von Puccetti Racing organisiert. Die zunehmende Erfahrung trägt zu den erzielten Verbesserungen bei. «Das Team leistet großartige Arbeit. Wir haben die Einstellungen am Motorrad angepasst, die Elektronik verändert und so weiter. Es ist immer gut, wenn wir das Wochenende mit dem besten Set-up beenden», lobte Gerloff vor der Sommerpause seine Crew. «Ich hatte das Gefühl, wirklich das Beste herausgeholt zu haben, was ich hätte erreichen können. Es war schön, die Ziellinie zu überqueren und innerhalb einer Sekunde hinter Alex und Axel zu liegen. Das Top-6-Finish nahmen wir gerne mit.»
Alex Lowes und Axel Bassani sind die Werkspiloten von Bimota und da die KB998 von einem Kawasaki-Motor angetrieben wird, sind sie die Referenz von Gerloff. Der US-Amerikaner wird auch im kommenden Jahr das Aushängeschild von Kawasaki sein.
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