Jake Dixon nach Honda-Test in Estoril: «Wir haben viele Punkte abgehakt»
Mit Tests in Magny-Cours und Estoril verkürzte das Werksteam der Honda Racing Corporation die lange Sommerpause der Superbike-WM 2026. Jake Dixon sieht Fortschritte.
Honda steuert auf die schlechteste Superbike-Saison aller Zeiten zu, aber man kann dem Motorradgiganten aus Japan nicht Tatenlosigkeit vorwerfen. Bei der werksseitigen Rückkehr im Jahr 2020 wurde mit Álvaro Bautista der damalige Vizeweltmeister von Ducati abgeworben, dem mit Leon Haslam ein erfahrener Superbike-Pilot zur Seite gestellt wurde. Der neuen Triple-R folgten mehrere Homologationsmodelle.
Seit 2022 verpflichtete das Werksteam aber ausschließlich Rookies aus dem GP-Paddock. Das hat zur Folge, dass im ersten Jahr viel Neues auf die Fahrer einprasselt – in diesem Jahr auf Jake Dixon und Somkiat Chantra. Auch um fehlende Streckenkenntnisse auszugleichen, absolvierte Honda daher im August jeweils zweitägige Tests in Magny-Cours und Estoril und verkürzte damit die fast zweimonatige Sommerpause.
Beim Test in Portugal am Dienstag und Mittwoch dieser Woche spielte das Wetter nicht ganz mit. «Am ersten Tag waren die feuchten Bedingungen nach dem Regen am frühen Morgen nicht ideal, und ich bin nur eine Runde gefahren, um die Strecke kennenzulernen», berichtete der Engländer. «Ich lerne neue Pisten für gewöhnlich recht schnell. Estoril gefällt mir tatsächlich hervorragend, sodass wir am Nachmittag, als die Strecke vollständig abgetrocknet war, praktisch direkt mit den Tests beginnen konnten. Wenn man bedenkt, wie viele Dinge wir ausprobiert haben, bin ich mit dem Verlauf des Tages zufrieden, auch wenn es noch einen Bereich gab, mit dem wir nicht ganz zufrieden waren.»
Die Wettervorhersage für Mittwoch war mit Regen und Gewittern nicht günstiger. Dixon machte das Beste aus den Bedingungen. «Am Vormittag war die Strecke komplett nass. Ich hatte bisher nicht oft Gelegenheit, bei Nässe zu fahren, also haben wir die Gelegenheit genutzt und trotzdem mehrere Runden absolviert», erzählte der 30‑Jährige. «Am Nachmittag trocknete die Strecke wieder ab, aber insgesamt denke ich, dass die Bedingungen heute in Bezug auf den Grip etwas schlechter waren. Wir haben aber hart gearbeitet und viele Punkte abgearbeitet. Letztendlich bin ich etwas positiver gestimmt, was das Gefühl an der Front des Motorrads angeht. Am Heck haben wir leichte Verbesserungen erzielt, müssen da aber noch ein Stück weiter gehen. Insgesamt nicht schlecht.»
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