Miguel Oliveira (BMW): «Mit Michelin wird es sehr unterschiedlich sein»
In seiner ersten Superbike-Saison mit BMW hat Miguel Oliveira bereits vier Podestplätze eingefahren. Der Portugiese blickt gespannt auf den Wechsel zu Michelin und zieht einen Vergleich zur MotoGP.
Miguel Oliveira war von 2019 bis 2025 in der MotoGP und fuhr dort Motorräder von KTM, Aprilia und Yamaha. In diesem Jahr musste er sich auf das Superbike von BMW umstellen. Die M1000R ist das Motorrad, mit dem Toprak Razgatlioglu 2024 und 2025 die Weltmeisterschaft gewann.
Die MotoGP-Raketen sind Prototypen – mit rund 300 PS, einer ausgeklügelten Aerodynamik und vollgepackt mit Elektronik. Superbikes hingegen sind modifizierte Serienmotorräder. Auch sie verfügen über eine ausgefeilte Elektronik. Die Aerodynamik ist jedoch einfacher gehalten und die Motorleistung beträgt rund 250 PS.
Was macht Oliveira mehr Spaß – die MotoGP-Maschine oder das Superbike? «Das kommt darauf an. Wenn du auf beiden schnell bist, dann machen beide sehr viel Spaß», betonte der 31‑Jährige. «Es gibt da keine eindeutige Präferenz, denn das Superbike ist ebenfalls ein Motorrad, das viel Spaß macht. Sie sind aber so unterschiedlich – man kann sie nicht miteinander vergleichen.»
Für 2027 wurden im Superbike-Reglement mehrere Änderungen wie die Einführung von Carbon-Keramik-Bremsscheiben von Brembo beschlossen. Außerdem übernimmt Michelin die Ausrüstung der seriennahen Weltmeisterschaft mit Einheitsreifen. Bisher kennt Oliveira die französischen Gummis nur aus der MotoGP. Ein Prototypen-Chassis ist jedoch viel steifer als ein Superbike-Rahmen, bei dem viel mehr Bewegungen spürbar sind.
«Die Bewegungen kommen mehr von den Reifen. Aber es stimmt, dass das Superbike sich etwas mehr bewegt. Im Gegensatz zum MotoGP-Bike benötigt es einen anderen Ansatz», erklärte Oliveira. «Ich habe die Michelin-Reifen bislang noch nicht getestet – es gab für mich noch keine Gelegenheit dazu. Es wird aber mit Sicherheit sehr unterschiedlich sein.»
Diese Gelegenheit wird Oliveira am 9. und 10. September haben, wenn der französische Hersteller auf dem Cremona Circuit einen Test durchführt.
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