Jack Miller und Pramac Yamaha beenden Zusammenarbeit Ende 2026
Vor dem MotoGP-Event in Aragon verkündete Pramac Yamaha, dass Jack Miller das Team zum Saisonende verlassen wird. Campinoti, Borsoi und Pavesio fanden anerkennende Worte für den Australier.
Am 27. August kam die offizielle Bestätigung, dass die Zusammenarbeit von MotoGP-Routinier Jack Miller und Pramac Yamaha nach der Saison 2026 beendet wird. Der Australier bestreitet somit in den nächsten Monaten seine letzten zehn Rennwochenenden in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft.
«Ich möchte mich bei Yamaha, Prima Pramac Yamaha MotoGP und allen am Projekt Beteiligten für die Gelegenheit bedanken, die wir seit Beginn der Saison 2025 erleben», meinte Miller. «Es war eine bereichernde Erfahrung, Teil eines Teams zu sein, das hart daran arbeitet, die Zukunft zu gestalten. Wir alle haben alles gegeben, um das Projekt voranzubringen, und ich bin stolz darauf, meinen Teil zu dieser Reise beigetragen zu haben. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ich noch mehr zu bieten und zu erreichen habe, und diese Motivation werde ich mitnehmen, was auch immer als Nächstes kommt. Ich freue mich auf das nächste Kapitel meiner Karriere und bin gespannt, wohin mich diese Reise führen wird. Doch bis dahin stehen in dieser Saison noch Rennen an, und mein voller Fokus liegt weiterhin darauf, das Jahr gemeinsam mit dem Team erfolgreich abzuschließen.»
Pramac-Boss Paolo Campinoti zum Ende der gemeinsamen Reise: «Manche Fahrer sind nur vorübergehend Teil eines Teams, andere hingegen prägen dessen Geschichte nachhaltig. Jack gehört zur zweiten Gruppe. Wir wünschen ihm und seiner Familie viel Erfolg für alles, was vor ihnen liegt. Wer einmal Teil der Prima-Pramac-Familie ist, bleibt es für immer.»
Miller stand bei Pramac zweimal unter Vertrag. Von 2018 bis 2020 fuhr er im italienischen Traditionsteam eine Ducati. 2021 folgte sein Aufstieg ins Werksteam des Herstellers aus Borgo Panigale. 2025 kehrte Miller zu Pramac zurück und war dort massgeblich beteiligt, die Entwicklung der Yamaha M1 voranzutreiben. Insbesondere beim neuen V4-Projekt spielte er mit seinem Wissen und seiner Erfahrung eine wichtige Rolle.
Gino Borsoi: «Ein Fahrer und ein Mensch wie Jack hätte es verdient, Teil des Teams zu bleiben»
«Ich möchte Jack ganz herzlich umarmen. In diesen zwei Jahren hat er sich sowohl für das Yamaha-Projekt als auch für unser Team als äußerst wertvoller Mitarbeiter erwiesen. Er hat stets sein Bestes gegeben, und das müssen wir anerkennen und wertschätzen, denn selbst in den schwierigsten Momenten hat er nie aufgehört, alles zu geben», meinte Pramac-Teamdirektor Gino Borsoi. «Über seine Rolle als Fahrer hinaus ist Jack ein großartiger Mensch, und es ist wirklich schade, wenn sich die Wege eines Teams und einer Persönlichkeit seines Kalibers trennen müssen. Leider gehört das zu unserer Welt dazu. Manchmal müssen Teams und Hersteller schwierige Entscheidungen treffen, und dies war sicherlich eine der schwierigsten, nicht nur für das Team, sondern auch für mich persönlich. Ein Fahrer und ein Mensch wie Jack hätte es verdient, Teil des Teams zu bleiben, aber Sport ist Sport, und früher oder später müssen sich die Wege manchmal trennen. Wir können ihm nur für alles danken, was er uns gegeben hat, und ihm alles Gute für die Zukunft wünschen.»
Jack Miller wird die MotoGP-WM Ende 2026 verlassen. In seinen zwölf Saisons in der Königsklasse erzielte er bislang vier GP-Siege und insgesamt 23 Podestplätze. Seine Zukunft ist bereits gesichert: Der 31-Jährige steht kurz vor einer Einigung mit Yamaha für die Superbike-WM. Im Werksteam wird er 2027 Xavi Vierge ersetzen.
Yamaha-Racing-Chef Paolo Pavesio zum Ende der Zusammenarbeit: «Jack kam in einer wichtigen Phase unseres MotoGP-Projekts zu Yamaha und leistete sofort einen wertvollen Beitrag. Sein technisches Verständnis, seine Offenheit für Feedback und sein unermüdliches Engagement haben uns in mehreren Bereichen vorangebracht. Er ging jede Herausforderung mit Professionalität und Begeisterung an. Diese Hingabe zeigte sich auch in seiner Bereitschaft, Yamaha zusätzlich zu seinen MotoGP-Verpflichtungen beim 8-Stunden-Rennen von Suzuka zu vertreten. Über seinen Beitrag auf der Rennstrecke hinaus brachte Jack enorme Energie in unser Team ein. Seine positive Einstellung, sein Teamgeist und seine Fähigkeit, enge Beziehungen im gesamten Team aufzubauen, machten die Zusammenarbeit mit ihm zu einer Freude und machten ihn zu einem hochgeschätzten Teamkollegen für alle, die an dem Projekt beteiligt waren. Im Namen von Yamaha möchte ich Jack aufrichtig für alles danken, was er für unser Programm geleistet hat. Wir wünschen ihm für die Zukunft nichts als Erfolg und hoffen, dass sich unsere Wege wieder kreuzen und wir ihn eines Tages vielleicht wieder im Yamaha-Blau sehen dürfen.»
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